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Den Verlauf des neuen Bergwald-Erlebnispfads erklärt Michael Gonschorek, Projektleiter bei der Bergwaldoffensive, an einer Tafel beim Startpunkt.

Erlebnis im Bergwald

Auf den Spuren des Steinadlers

Ettal - Der neue Bergwald-Erlebnispfad in Ettal soll das Angebot zur Landesausstellung 2018 „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ ergänzen.

Wie unterscheiden sich eigentlich Tanne und Fichte voneinander und an welchen Stellen im Wald können sie am besten wachsen? Das ist eine von vielen spannenden Fragen zum Thema „Wald“, die der neue Bergwald-Erlebnispfad beantwortet. Die Eigenschaften von Tanne und Fichte sind als dreidimensionales Bild in einem Schaukasten dargestellt, zusammen mit Fuchs und Greifvogel. Per Hebel können die lustigen Schablonen bewegt werden.

Das und vieles mehr haben Schüler des Benediktinergymnasiums bei der Eröffnung mit großer Begeisterung getestet. Sie gehörten zu der Schar geladener Gäste beim offiziellen Rundgang und probierten einige der zwölf interaktiven Stationen gleich aus, die zudem im Rahmen der Landesausstellung 2018 „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ zur Ergänzung des Angebots dienen. Baumarten und Tierspuren erkennen, Zusammenhänge zwischen Bergwald und Hochwasser, welches Wild in der Region lebt und wie der Wald bewirtschaftet wird – all das konnten die Wanderer, darunter Abt Barnabas Bögle, Meinhard Süß, Leiter des Forstbetriebs Oberammergau, und einige Bürgermeister aus dem Ammertal erfahren.

Der Stationenweg, ein Gemeinschaftsprojekt der Bergwaldoffensive des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, der Bayerischen Staatforsten, des Klosters und der Gemeinde Ettal, hat von der Planung bis zur Fertigstellung zwei Jahre gebraucht. Ab sofort soll der drei Kilometer lange Weg, der oberhalb der Schaukäserei startet, die Herzen von Touristen und Ausflüglern erfreuen. „Zielgruppe sind auch Familien, die Urlaub machen, und denen wir den Bergwald näher bringen wollen“, erklärte Projektleiter Michael Gonschorek von der Bergwaldoffensive.

„Folge dem Steinadler“ heißt das Motto des Angebots, und der Steinadler weist auf kleinen Schildern die Richtung, wo es langgeht. Ein Stück folgt der Pfad dem Ammergauer Höhenweg, macht dann eine Schleife einige Meter nach oben und führt wieder zurück zum Ausgangspunkt, übrigens Kinderwagen befahrbar. „Wir haben den Weg gestaltet, damit wir die Thematik ‚Schutzfunktion und Aufgaben des Bergwaldes‘ vor allem an die Jugend tragen können“, sagte Behördenleiter Markus Schmorell bei dem Spaziergang. Mit Durchblick-Rohren, praktischen Versuchen, Spielen und einer „Seilbahn“, die zeigt, wie die Holzernte aus dem Wald gebracht wird, aber auch Kinder einen Hang hinab transportiert, hatten schon die „Tester“ bei der Einweihung jede Menge Spaß.

Juliane Klieser

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