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Wird sich deutlich verändern: die Ansicht der Kreuzkirche. Der Eingang ist künftig rechts unterhalb des Kreuzes. Die geplante Rampe hätte ums Hauseck verlaufen sollen.

Massive Verkehrsprobleme befürchtet

Evangelische Kreuzkirche: Rampe nicht abgesegnet

Oberammergau - Plan des Pfarrers durchkreuzt: Das Vorhaben, die evangelische Kirche mit einer Rampe zu versehen, ist im Bauausschuss auf Ablehnung gestoßen.  

Pfarrer Peter Sachi ist jemand, der immer gute Laune zu haben scheint. Auch dann noch, wenn etwas mal nicht so klappt, wie geplant. Zum Beispiel dann, wenn der Bauausschuss des Oberammergauer Gemeinderates einen Strich durch Sachis Pläne macht, „seine“ evangelische Kreuzkirche mit einer Rampe zu versehen. Einig war sich das Gremium, dass ein barrierefreier Zugang wünschenswert wäre. Aber nicht auf diese Weise: Denn die Lokalpolitiker befürchten massive Verkehrsprobleme an der Theatergasse.

Nach den Plänen des Münchner Architektenbüros Beer wird der Eingang der Kirche von der Straße auf die Kopfseite verlegt. Entlang der Wand und ums Eck sollte die Rampe verlaufen. Und damit zu einem Teil auf der Straße, sprich auf Gemeindegrund. Wie Bürgermeister Arno Nunn (parteifrei) erklärte, hatte das Bauamt Bedenken, weil sich die Straßenbreite auf 5,57 Meter verringern würde. Deshalb wurde eine zweite Planversion mit schmaleren Ausmaßen und einer Straßenbreite von 6,60 Metern vorgelegt. „Das Bauamt sieht die Rampenanlage trotzdem kritisch.“ Wegen des benachbarten landwirtschaftlichen Anwesens.

„Das ist jetzt schon eine enge Stelle“, sagte Gemeinderat Florian Schwarzfischer (BIO). „Und wir müssen sie nicht noch zusätzlich verschärfen.“ Denn bereits jetzt habe der Landwirt Probleme, mit seinem Frontlader um die Kurve zu fahren. Eugen Huber (Mit Augenmaß) schlug vor, die Doppelgarage auf Kirchengrund zu entfernen und den dortigen Platz für die Rampe zu nutzen.

Das lehnte die Architektin Professor Anne Beer mit dem Blick auf ihr Budget ab. Zwar werden für den Kirchenumbau 1,6 Millionen Euro ausgegeben. Für die Außenanlage würden aber nur 15 000 Euro bereitstehen.

Für Beer stehe bei den Rampenplänen vor allem der ästhetische Aspekt im Vordergrund. „Es ist ein schönes Gedankenspiel.“ Aber nicht etwa eine Lösung, die notwendig ist. Denn zum einen wird der neue Eingang über eine Treppe erschlossen, die mit einer Hebebühne versehen werden könnte. Zum anderen sollen der neue Gemeindesaal und die Kirche sowie über einen Lift miteinander verbunden werden.

Dass es aber doch seltsam ist, eine Kirche aus einem Fahrstuhl heraus zu betreten, warf Wolfgang Proksch (Mit Augenmaß) ein. Er sprach sich für die Rampe aus. Sie würde ja nicht nur von Rollstuhlfahrern genutzt, sondern auch von älteren Bürgern mit Gehwagerl.

Letztendlich entschied sich das Gremium aber dafür, dem Kirchen-Umbau an sich Grünes Licht zu geben. „Wir wollen auf keinen Fall den Baubeginn verhindern“, sagt Nunn. Los gehen soll es nämlich schon im April. Es wird aber nur eine Teilbaugenehmigung ausgestellt. Für den barrierefreien Zugang sollen mögliche Varianten geprüft und dem Gremium vorgelegt werden.

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