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König Ludwig II: Um den Märchenkönig wird es sich im Innenleben des Pavillons drehen. 

König Ludwigs Visionen als Thema

Landesausstellung: Pavillon für eine halbe Million Euro

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Ettal - Er ist teuer, aber dafür besonders: Für die Landesausstellung 2018 wird derzeit ein Pavillon mit medialer Inszenierung für Besucher geplant. Die gute Nachricht: Er darf auch nach dem Großereignis stehen bleiben.

Dieses Thema beherrscht derzeit Ettal – die Landesausstellung. 150 000 Besucher werden erwartet, die von Mai bis November 2018 das Großereignis unter dem Motto „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ in die Ammertaler Gemeinde strömen. „Die Landesausstellung rückt näher“, sagte Josef Pössinger in der Gemeinderatssitzung. „Es ist aber noch einiges zu tun.“ Diesmal beschäftigte sich das Gremium mit einem Antrag der Klosterbetriebe zum Teilumbau – der Überdachung im Westen, des WC’s und Aufzugs – sowie allen voran zur Errichtung eines Pavillons.

„Es wird kein großer Umbau“, erläuterte der Bürgermeister, „aber es gibt viel zu renovieren“. Hauptsächlich aber geht es um die Elektrik, ergänzte Pater Johannes Bauer, Cellerar des Klosters. Geplant ist ein Aufzug ab der Aula und zusätzliche behindertengerechte Toiletten. Bei der Überdachung, die einen geschützten Rundgang für Besucher am West- und Südflügel ermöglicht, handelt es sich lediglich um ein temporäres Konstrukt aus Holz, wie Pater Bauer erklärte.

Dauerhaft bleibt dagegen der geplante Pavillon. „Wir dürfen ihn nach der Landesausstellung touristisch nutzen“, erzählte Pössinger hocherfreut. Zum Beispiel für Schulen und Veranstaltungen. Seine gute Laune angesichts dieser Neuigkeit, über die er erst vor kurzem informiert wurde, ist verständlich. „Die Sache ist nicht ganz billig.“ 550 000 Euro schlagen zu Buche, jeweils rund die Hälfte tragen die Bayerischen Staatsforsten und das Landwirtschaftsministerium. Das steht fest. Der exakte Standort allerdings noch nicht, außer dass er im Klostergarten aufgebaut wird. „Da verschiebt sich was“, machte der Rathauschef deutlich. Man wolle einen größeren Abstand zum bestehenden Südflügel der Abtei herstellen. Die genaue Lage wird mit der Unteren Denkmalschutzbehörde festgelegt. Wichtig sei, dass er dort entsteht, wo er nach dem Großereignis für Besucher zu bewundern ist.

Doch auch in Sachen Pavillon drängt langsam die Zeit. „Wir müssen in die Pötte kommen“, betonte Pater Bauer. Zum Beispiel damit, das Holz zu trocknen und dieses zu lagern. Denn im nächsten Jahr soll das Bauwerk aufgestellt werden. „Bisher haben wir nur Planskizzen, wir müssen noch warten, was das Landratsamt und die Untere Naturschutzbehörde sagen“, klärte Pössinger auf.

Sicher sind sie sich aber alle schon in einem: Der Pavillon mit seinen rund 22 Metern Durchmesser wird einer der Höhepunkte der Landesausstellung. „Das ist nicht nur einfach ein Pavillon“, macht Christian Loth auf Tagblatt-Nachfrage deutlich. Er wird aus heimischen Hölzern gebaut und soll als Vorzeigeobjekt für den Rohstoff dienen. Soviel zur Hülle. Denn vor allem für die Ausgestaltung des Innenlebens machen sich die Zuständigen des Bayerischen Hauses der Geschichte viele Gedanken. „Wir sind gerade in der inhaltlichen Konzeptionsphase“, heißt es von Seiten einer Sprecherin. Für konkrete Details wäre es ihr zufolge noch zu früh. Pössinger verriet in der Sitzung zumindest den Schwerpunkt. Das Thema wird sich um König Ludwig II. drehen, quasi als „Entree zum Graswang und Ammertal“, scherzte er. Das bestätigt die Sprecherin. Das Motto geht in die Richtung „Seine Visionen, seine Bauten, seine Träume.“ Der Besucher steht dann in der Mitte des Pavillons und sieht das Graswangtal in dem Zustand, wenn der Märchenkönig alle seine Ideen verwirklicht hätte. So zumindest stellt sich Loth das bisher vor.

Die Gemeinderäte jedenfalls stehen hinter den Plänen, votierten auch einstimmig (eine Enthaltung/Pater Bauer) für den Antrag der Klosterbetriebe. Viel Geld wird in die Vorhaben gesteckt. Die Arbeiten an Aufzug und WC verschlingen rund 200 000 Euro, für den Umbau von Süd-, Ost- und Westflügel sind etwa 500 000 Euro kalkuliert und werden beim Pavillon sogar noch übertrumpft. Insgesamt liegen die Kosten bei 1,2 Millionen Euro. „Das ist schon heftig“, meinte Pössinger zu den Investitionen – aber schließlich sind es welche, die sich 2018 auszahlen werden.

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