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Sie legen los: Hans Schedler (l.) und Friedl Kronacker in der renovierten Schnapsbrennerei. 

Obst- und Gartenbauverein Bad Kohlgrub

Neue Schnapsküche, neue Sorte

Bad Kohlgrub  - Beim Obst- und Gartenbauverein Bad Kohlgrub hat sich einiges getan. Das wird man bald schmecken. 

Hans Schedler und Friedl Kronacker wollen sich überraschen lassen: Mit Äpfeln und Birnen kennen sie sich aus, mit Quitten noch nicht so. „Wir haben 110 Liter gemaischte Quitten zum Brennen gespendet bekommen, und jetzt schauen wir einfach mal, was raus kommt“, erzählt Schedler in der Schnapsbrennerei des Obst- und Gartenbauvereins Bad Kohlgrub. Sie ist seit jeher im Jagerjörgl-Anwesen untergebracht.

Bis vor kurzem war der Boden in dem historischen Gebäude rissig und uneben, da fünf Zentimeter dicker Beton eine Schicht aus Lehm und Humus bedeckte. Nachdem die rührigen Männer zwischen 30 und 40 Zentimeter Humus ausgehoben haben, ist jetzt die gesamte Schnapsbrennerei ordentlich gefliest, somit hygienischer und viel leichter zu reinigen. „Wir haben das fast alles in Eigenleistung gestemmt und viel Geld in die Modernisierung gesteckt. Denn auch die Küche ist jetzt modern und aus Edelstahl“, erzählt Kronacker stolz.

Nach der Modernisierungspause hat er zusammen mit Schedler die Schnapsbrennerei wieder angeheizt. Die Beiden und ihre Mitstreiter haben vom heutigen Donnerstag bis 17. Dezember Brennrecht erhalten. Für den 28. Dezember ist ein Schaubrennen geplant. Interessierte können die Anlage aber auch in der Nacht der 1000 Lichter am 30. Dezember besichtigen und dabei unter anderem den Apfelbrand verkosten. Für den ist der Verein 2016 bei der Bayerischen Edelbrandprämierung mit der Goldmedaille ausgezeichnet worden.

Vorhersehbar war das nicht unbedingt, da es in dieser Region keine Garantie gebe. „Wenn die Sonne im Sommer eher wenig schien, ist in den Früchten weniger Zucker enthalten“, erklärt Schedler. Das Ergebnis der Brenntage präsentieren die passionierten Schnapsbrenner erst am 14. Mai 2017 im Rahmen eines Kesselfleischessens. Feststeht allerdings jetzt schon, dass auch heuer zweimal gebrannt wird. „Den Rohbrand mit einem Alkoholgehalt zwischen 40 bis 45 kann man kaum trinken“, stellt Kronacker klar: Das Aroma kann sich erst durch den Feinbrand optimal entfalten.“
Michaela Feldmann-Kirscher

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