Die Schaukäserei als Vorreiter: Minister Helmut Brunner (M.) verleiht Verkaufsleiter Anton Speer (r.) und dem geschäftsführender Vorstand Klement Fend das Regionalsiegel. f.: lory

Qualitätssiegel für Schaukäserei Ettal

Ettal - Bayerns Landwirtschaftsminister Brunner startet Kampagne für regional erzeugte Lebensmittel.

Der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) ist sichtlich angetan, als er die Käsesorten durchprobiert. „Da spürt und schmeckt man die Qualität“, sagt er über Schmankerl wie den Kloster- und Feuerkäse oder den Urigen Ammergauer. Der Besuch Brunners in der Schaukäserei Ettal fand nicht ohne Grund statt: Der Minister hat dem Haus das Regionalsiegel „Geprüfte Qualität - Ammergauer Alpen“ verliehen. Mit ihm soll es für Kunden leichter werden, regionale Produkte beim Einkauf zu finden.

Wie Brunner von Verkaufsleiter und Vizelandrat Anton Speer erfuhr, werden in den Ettaler Produktionsstätten 1,2 Millionen Liter Milch verarbeitet. Die daraus hergestellten Produkte sind nun landesweit die ersten, die mit dem neuen bayerischen Regionalsiegel vermarktet werden dürfen. Brunner reagiert damit auf den immer stärkeren Trend zu regional erzeugten Lebensmitteln. „Die Menschen wollen trotz Internationalisierung und Globalisierung ihre Wurzeln nicht verlassen. Diesem Heimatgefühl müssen wir mit unseren Produkten Rechnung tragen.“

Erzeugnisse und das dazugehörige Gebiet könnten mit dem Regionalsiegel gemeinsam vermarktet werden. Vorteile hätten alle davon - die Landwirtschaft, die Region und die Bürger. Das bekannte weiß-blaue Geprüfte-Qualität-Siegel (GQ) wird durch das Logo der „Ammergauer Alpen“ ergänzt, das aus stilisierten Berggipfeln besteht.

Wie bei GQ müssen die Produkte zu 100 Prozent aus der jeweiligen Gegend stammen, also im vorliegenden Fall aus den sechs Ammertal-Gemeinden. Ausnahmen gibt es jedoch bei den Zutaten. Die können auch mal aus einem anderen Bundesland stammen, zum Beispiel wenn keine bayerische Paprika erhältlich sein sollte. Für Früchte aus der Schweiz, wie sie die Schaukäserei für ihren Joghurt verwendet, gilt das aber nicht. Deswegen kann dieses Produkt nicht mit dem neuen Siegel versehen werden. Für die restliche Palette braucht die Käserei nun jedoch neues Verpackungsmaterial.

Speer ist von der neuen Kennzeichnung überzeugt. Damit könne man das Profil schärfen. „Der Verbraucher will einfach wissen, wo die Sachen herkommen.“ Klement Fend, Geschäftsführender Vorstand, findet, dass das Regionalsiegel hier „besonders gut passt, weil die Verbindung zwischen Tourismus und Landwirtschaft hergestellt werden kann“. Auch Christian Loth, Chef der Ammergauer Alpen, sieht die neue Auszeichnung positiv. Das Siegel sei eine Chance, sich von Mitbewerbern abzugrenzen. „Wo wir etwas Einzigartiges haben, versuchen wir dies hervorzuheben.“

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