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Bezug am September geplant

Tedi-Markt Oberammergau: Bald ziehen Flüchtlinge ein

Oberammergau - Lange war es ruhig um die Unterkunft: Jetzt gibt es Neuigkeiten. Die ersten 20 von 90 Asylbewerbern werden erwartet.

Mit Terminen ist es so eine Sache. Vor allem dann, wenn die Einhaltung nicht in der eigenen Verantwortung liegt. Deshalb hat sich Oberammergaus Bürgermeister Arno Nunn (parteifrei) zuletzt schwergetan, etwas über die Belegung des ehemaligen Tedi-Marktes mit Asylbewerbern zu sagen. Ihm fehlten schlichtweg Informationen der Regierung von Oberbayern, die in der Vergangenheit einen Termin nach dem anderen hatte verstreichen lassen. Nun gibt es Neuigkeiten: Die ersten Bewohner werden wohl Anfang September in Oberammergau ankommen.

Wie Nunn nach hartnäckigem Fragen erfahren hat, soll mit dem Bezug zwischen dem 5. und 12. September begonnen werden. Geplant ist demnach von der Regierung, dass die neue Unterkunft nach und nach voller wird. Erst einmal sollen 20 Personen dort ein neues Zuhause finden. Im Laufe der Zeit werden es dann mehr. Das Gebäude im Dorfzentrum ist dafür ausgelegt, dass 90 Asylbewerber dort leben können. Ihnen zur Seite stehen eine Verwaltungsmitarbeiterin und zwei Hausmeister. „Derzeit fehlen in der Gemeinschaftsunterkunft leider noch Ausstattungsgegenstände, die in der nächsten Woche geliefert werden sollen“, heißt es von Seiten der Regierung. Erst wenn alles komplett fertiggestellt ist, könnte der Haus geöffnet werden.

Das erklärt die Verzögerungen, die es in den vergangenen Monaten gegeben hatte. Zuletzt war vorgesehen gewesen, dass die ersten Flüchtlinge schon Mitte Juli einziehen. Übergeben wurde das Haus, in dem einst ein Markt für Billigartikel untergebracht war, bereits Anfang Juni an die Regierung. In den Monaten zuvor waren die Räume auf zwei Stockwerken für die neue Verwendung umgebaut worden.

Letztendlich wird sich die Zahl der Asylbewerber in Oberammergau nun doch noch deutlich erhöht. Derzeit wohnen 28 Menschen in dem ehemaligen Hotel Friedenshöhe. „Bislang sind bei mir keine Beschwerden aufgeschlagen“, betont Nunn. Im Gegenteil: „Eigentlich läuft alles so, wie man es sich wünscht“, sagte der Bürgermeister und weiß, wem er das zu verdanken hat: „Das liegt natürlich am Helferkreis“ und seinen Mitgliedern, die sich sehr stark engagieren. Wie gut das Zusammenleben funktioniere, habe sich vor kurzem bei einem Willkommensfest gezeigt, zu dem 150 Gäste gekommen waren. Über die Ankunft der neuen Flüchtlinge wurde der Helferkreis inzwischen vom Bürgermeister informiert.

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