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Die Miete für das Ammergauer Haus steigt. 

Oberammergauer Haupt- und Finanzausschuss hebt Gebühren an

Feiern und Sporteln wird teurer

Oberammergau - Im Ammergauer Haus feiern, am Sportzentrum eine Veranstaltung organisieren, das Geschirrmobil mieten: All das wird teurer. Der Oberammergauer Haupt- und Finanzausschuss hat die Gebühren angehoben. 

Sie wollen im Ammergauer Haus eine Hochzeit feiern? Eine befreundete Fußballmannschaft zu einem Freundschaftsspiel am Sportplatz einladen? Oder das gemeindliche Geschirrmobil für ein Fest anmieten? In allen drei Fällen müssen Mieter beziehungsweise Nutzer künftig tiefer in die Tasche greifen. Der Haupt- und Finanzausschuss des Oberammergauer Gemeinderates hob in seiner Sitzung jeweils einstimmig die Gebühren und Entgelte der Einrichtungen an – zum Teil recht beachtlich.

Für das Sportzentrum am Turnerweg mit Sporthalle und Fußballplatz hatten die Kommunalpolitiker anno 2002 noch eine andere Strategie verfolgt: Um für Sportmannschaften von auswärts einen Anreiz zu schaffen, etwaige Trainingslager in Oberammergau abzuhalten, senkte man die Gebühren zum Teil drastisch – so zum Beispiel für das Rasenspielfeld die Tagespauschale von 220 Euro auf 125 Euro und die Gebühr je Stunde von 36 Euro auf 20 Euro. Tatsächlich stieg die Nachfrage bei Vereinen dadurch an, doch in den vergangenen Jahren zeigte die Kurve wieder nach unten. So stand nun der Ausschuss vor der Frage, die Regelung beizubehalten oder die Preisschraube wieder anzuziehen. Einhelliger Tenor – die Abgabe erhöhen. Zumal, wie Geschäftsleiter Christian Ostler anmerkte, von diesem Angebot der Gemeinde zu 95 Prozent die Jugendherberge profitiere, wo die Teams auch meist übernachten.

Einstimmiger Beschluss: Tagespauschale für Spielfeld und Turnhalle steigt auf 240 Euro

Schließlich beschloss das Gremium einhellig die Erhöhung: Künftig kostet die Tagespauschale für das Spielfeld und die komplette Turnhalle 240 Euro (bisher 150 Euro); die Nutzungsgebühr pro Stunde steigt von 25 Euro auf 40 Euro. Für Laufbahn und Hartplatz wird eine Tagesgebühr von 90 Euro fällig. Für Jugendsport und Teilnehmer, die in Oberammergau übernachten, wird künftig keine Ermäßigung mehr gewährt (bislang 25 Prozent). Um die Kosten für die Gemeinde möglichst niedrig zu halten, wird der begleitende Service bei der Anmietung auf ein Mindestmaß heruntergefahren. Sportler, die in der Jugendherberge übernachten, werden gebeten, sich bereits dort umzuziehen und danach auch dort zu duschen. Es wird zudem kein Trainingsmaterial bereitgestellt und auch das Rasenspielfeld nicht aufgestreut.

Stärker zur Kasse gebeten werden künftig darüber hinaus Personen, die das Ammergauer Haus oder Teile davon anmieten. Ludwig Utschneider (Freie Wähler) schlug vor, den Mietpreis für Saal, Konferenzraum, Foyer und Galerie auf 500 Euro festzusetzen. Wer nur den Konferenzraum benötigt, zahlt 150 Euro. Für das Restaurant, zum Beispiel für eine Geburtstagsfeier, werden 250 Euro fällig. Bislang gab es für einheimische gemeinnützige Vereine einen Nachlass von 75 Prozent, dieser verringert sich in Zukunft auf 50 Prozent. Dagegen stimmte vom achtköpfigen Hauptausschuss lediglich Markus Zunterer (Engagierte BürgerInnen).

Zu guter Letzt’ setzten die Ausschussmitglieder auch noch die Entgelte für das gemeindliche Geschirrmobil rauf, die zuletzt 2003 erhöht wurden. Für eine ganztägige Miete des Mobils zahlen künftig örtliche Vereine 60 Euro (bisher 30 Euro), sonstige örtliche Veranstalter 130 Euro (bisher 110 Euro) und auswärtige Veranstalter 200 Euro (bisher 165 Euro). Als Sicherheitsleistung sind 300 Euro zu entrichten.

Ludwig Hutter

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