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Voller Elan: (v.v.l.) Veronica Kleiber, Christl Burger, Jaqueline Janke, Maria Hochenleitner, Viktoria Fuksova, Katarina Safradin, Antonie Hecht, Dominikus Volk, Elena Giglio, (h.v.l.) Thomas Huppmann, Georg Doll, Florian Diepold-Erl, Markus Gerum und Martin Kleiner. 

Neues Projekt gestartet

Oberammergauer Schüler kämpfen für die Umwelt

Start in bewusstere Zeiten: Bei „Fifty Fifty“ will die Grund- und Mittelschule Oberammergau Strom sparen und auch beim Wasser und Müll den Verbrauch senken.

Oberammergau – Die Oberammergauer Lehrerin Veronica Kleiber ist gerade mit dem Auto zur Arbeit unterwegs, als sie im Radio von einem interessanten Zukunftsprojekt für Bildungseinrichtungen gehört. Das dabei vorgestellte Konzept weckte sofort ihr Interesse. Noch am selben Tag wandte sie sich an Rektorin Maria Hochenleitner und holte sich deren Einverständnis, alles Nötige zu einer Teilnahme in die Wege zu leiten. Mit dem Beginn des neuen Jahres startet die Grund- und Mittelschule Oberammergau nun ein spezielles Vorhaben.

Für die nächsten drei Jahre will man am Energiesparprojekt „Fifty Fifty“ teilnehmen. Dies ist Bestandteil des integrierten Klimaschutzkonzepts des Landkreises Garmisch-Partenkirchen und animiert Lehrer und Schüler dazu, durch eigene Ideen den Wasser-, Strom- und Müllverbrauch zu kontrollieren und zu reduzieren. Eine Teilnahme lohnt sich nicht nur im Sinne der Umwelt, sondern auch für die teilnehmende Schule selbst. Die bekommt nämlich 50 Prozent der Ersparnisse erstattet und darf das Geld frei für eigene Projekte verwenden. Ein doppelter Ansporn für alle.

Florian Diepold-Erl, Klimaschutzbeauftragter des Landkreises, hat solche Projekte schon an vielen Schulen begleitet. Zuletzt am Staffelsee-Gymnasium in Murnau, dessen endgültige Daten derzeit noch ausgewertet werden. Er wird auch der Oberammergauer Schule mit Rat und Tat zur Seite stehen. Diepold-Erl zeigte sich bei der Auftaktveranstaltung in der Aula begeistert, wie viele Ideen die Beteiligten bereits mitbrachten.

So will man etwa besser auf die Mülltrennung achten. Deshalb soll es in jedem Klassenzimmer zukünftig einen gelben Kübel geben. Papierhandtücher und Taschentücher kommen von nun an in den Biomüll. Auch die Heizanlage will man, falls nötig, nachjustieren. Ihr Engagement bewiesen fünf Mädchen aus Kleibers neunter Klasse. Sie zeigten eine Powerpoint-Präsentation und einen lustigen Stummfilm zum Thema Verschwendung und Umweltschutz. Beides war im Vorfeld unabhängig von der Projektteilnahme entstanden und zeigt, wie groß das Interesse vonseiten der Schüler bereits zuvor war.

Das Projekt „Fifty Fifty“ wird erst einmal langsam anlaufen. Die Schulkinder sollen zu Klimadetektiven ausgebildet werden. „Es gibt viel zu lernen. Das Spektrum reicht von einem guten Raumklima bis hin zur gesamten Haustechnik“, bestätigte Diepold-Erl. Durch die zunehmende Achtsamkeit, die sich daraus entwickelt, werden sich Ideen auftun, Ressourcen zu sparen. Es ist ein Prozess, der sich in den kommenden Jahren wie ein Pilzgeflecht ausbreiten soll.  In dieser Zeit wird die Schule eng mit der Gemeinde Oberammergau zusammen- arbeiten. Gemeindevertreter Thomas Huppmann hat eine Vision. „Die Schüler werden ihr Wissen weitertragen zu ihren Familien und Freunden. Vielleicht können wir am Ende sogar die ganze Gemeinde sensibilisieren.“ Kleiber ist als Initiatorin die treibende Kraft. „Das Projekt ist eine Chance, das allgemeine Umweltbewusstsein nachhaltig zu erweitern.“ Um dies zu erreichen ist nun viel Eigeninitiative gefragt. Beate Berger

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