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Um diese Fläche geht es: Nach Auskunft der Gemeinde Oberau sollen 75 neue Parkplätze auf einem Stufenparkplatz gebaut werden. 

Gemeinderat

75 neue und 3 spezielle Parkplätze in Oberau

Die Firma Langmatz plant einen neuen Stufen-Parkplatz am Werksgelände.

Oberau – Wie wichtig einsatzbereite Rettungskräfte sind, hat sich jetzt erst wieder bei dem Vollbrand einer Lagerhalle in Oberau gezeigt. An dem Tag war die Feuerwehr auch Thema im dortigen Gemeinderat. Bernhard Hübner (CSU) hat vorgeschlagen, für die Kameraden, die bei Langmatz arbeiten, spezielle Parkplätze zu schaffen. Damit soll erreicht werden, dass die Männer schneller ausrücken können. Bürgermeister Peter Imminger (CSU) hatte eine bessere Idee. Und sprach in dem Rahmen ein großes Vorhaben von Langmatz an.

Seinen Worten nach ist geplant, nördlich der Firmenhallen Stellflächen für 75 Autos zu schaffen. Dazu soll eine Art Stufenparkplatz entstehen, für den laut Imminger Stützwände eingezogen werden. Bislang diente das Areal für den Überschwemmungsschutz, der für den Tunnelbau im Rahmen der Ortsumfahrung, wie berichtet, notwendig geworden ist.

Der Gemeinderat hatte dem Bauantrag für den großen Parkplatz bereits im Frühjahr zugestimmt. Wie es vonseiten der Verwaltung heißt, gab es in der vergangenen Woche auch vom Kreisbauamt grünes Licht.

Die neuen Stellflächen spielen auch eine Rolle bei der Lösung, die für die Feuerwehr-Kameraden gesucht werden soll. Etwa, dass sie ganz vorn auf dem neuen Parkplatz reservierte Bereiche bekommen.

Mit dem Vorschlag Hübners, drei Plätze an der Alten Ettaler Straße zu markieren, konnte sich das Gremium und allen voran Bürgermeister Imminger nicht anfreunden. „Wir haben da Gegenverkehr – und zwar ziemlich viel.“ Hinzu würden die vielen Lastwagen kommen, die das Langmatz-Firmengelände zum Ziel haben. „Dann wird es eng.“ Deshalb möchte die Verwaltung ungern die Fahrbahn verschmälern. Zumal es sich um öffentliche Flächen handelt, die Privatpersonen zur Verfügung gestellt werden.

Hübners Antrag, der selbst bei der Feuerwehr ist, fiel trotzdem auf fruchtbaren Boden. Er erklärte, warum es – wenn insgesamt sieben Kameraden bei Langmatz arbeiten – nur um drei Stellplätze geht. Es sei vor allem wichtig, dass die Maschinisten – die dann die Einsatzfahrzeuge fahren – es am schnellsten ins Feuerwehrhaus schaffen. „Momentan ist der Laufweg vom Tor fast ein halber Kilometer“, verdeutlichte Hübner. Und Zeit sei nun mal ein wichtiger Faktor, um Schaden abzuwenden.

Imminger schlug daraufhin vor, mit den Langmatz-Verantwortlichen vor Ort in Kontakt zu treten. Vielleicht ist es möglich, führte er aus, auf dem Firmengelände Stellflächen zu bekommen. Oder, wenn das nicht geht, eben vordere Plätze auf dem neuen Areal zu reservieren. Josef Lohr (Freie Wähler), der selbst bei dem Unternehmen angestellt ist, betonte in dem Zusammenhang, wie gut alles funktioniere. Es sei nie ein Problem, wenn die Langmatz-Mitarbeiter während ihrer Dienstzeit zu Feuerwehr-Einsätzen ausrücken müssen. Das hebe den Arbeitgeber hervor.

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