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Das ist die aktuelle Planung: Bei Weghaus soll eine Halbanschlussstelle an der A95 entstehen (r.). Die ausgebaute B2 neu im Anschluss an die A95 (grau) zwischen Eschenlohe und Oberau Nord mündet als Tunnel in den Auerberg (l., gelbe Linie).

Mit dem Auerbertunnel verliert die Bundesstraße an Bedeutung

B2 bleibt beim Bund oder Freistaat: Diese Entscheidung spart Oberau und Eschenlohe Millionen

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Mit dem geplanten vierspurigen Ausbau der B 2 zwischen dem Oberauer Tunnel und dem Autobahnende bei Eschenlohe, verliert die jetzige Bundesstraße an Bedeutung. Die Idee, diese zur Gemeindeverbindung herunterzustufen, ist vom Tisch. Zur Freude der beiden Kommunen.

Eschenlohe/Oberau – Kein Stein, kein Felsbrocken, ein ganzes Kieswerk war’s, das Anton Kölbl (CSU) nach seinem Besuch in München vom Herzen gefallen ist. „Das ist ein großer Tag für uns“, betont der Eschenloher Bürgermeister. Der Kelch, dass seine Gemeinde mit Fertigstellung des vierspurigen Ausbaus der Bundesstraße 2 samt Auerbergtunnel für den Unterhalt der jetzigen B 2 sorgen muss, ist an ihm vorübergegangen. Genau wie an Oberau. Mit „einem breiten Grinsen im Gesicht“ sei er aus der Landeshauptstadt zurückgefahren, sagt Bürgermeister Peter Imminger (CSU). „Das hat uns doch sehr auf den Nägeln gebrannt.“ Insbesondere die Kosten für die Felssicherung zwischen dem Anschluss Oberau-Nord und der Gemarkungsgrenze zu Eschenlohe bereiteten ihm arge Bauchschmerzen. „Die kostet schnell mehrere Millionen Euro. Damit könnte man eine kleine Gemeinde ruinieren.“

Eine gute Lösung haben (v. l.) Harald Kühn, Peter Imminger, Anton Kölbl, Angela Roßmann und Dr. Thomas Linder von der Obersten Baubehörde sowie Landtagsabgeordneter Martin Bachhuber gefunden.

Kein Wunder, dass sich die Bürgermeister mit Händen und Füßen gegen dieses Schreckensszenario gewehrt haben. Mit Erfolg. Auf Betreiben des CSU-Landtagsabgeordneten Harald Kühn fand jetzt ein Gespräch mit Vertretern der Obersten Baubehörde statt. Nachdem in diesem Jahr das Planfeststellungsverfahren für die Verbindung zwischen dem Autobahnende bei Eschenlohe und dem Oberauer Tunnel inklusive der neuen Halbanschlussstelle Auerbergtunnel läuft, war es wichtig, das Anliegen der beiden Landkreis-Gemeinden in diesem Rahmen unterzubringen. Denn mit der Ursprungsidee, aus der alten B 2 eine Gemeindeverbindungsstraße zu machen, konnte sich niemand anfreunden.

„Nach eingehender Erörterung dieser sehr wichtigen Angelegenheit, begrüße ich die Entscheidung der Obersten Baubehörde ausdrücklich, die B 2 im Bereich Oberau – Eschenlohe von einer Bundes- zu einer Staatsstraße umzuwidmen“, sagt Kühn. Ebenso erfreulich findet er, dass auch der Bereich zwischen Eschenlohe und der künftigen Anschlussstelle der A95 bei Weghaus nicht an die Gemeinde fällt. Ob dieser Abschnitt beim Bund bleibt oder auf den Staat übertragen wird, muss noch geklärt werden. „Mit dieser Entscheidung werden die Gemeinden dauerhaft von erheblichen Kosten entlastet“, unterstreicht der Murnauer.

Diese Einschätzung teilt Kölbl. „Das wäre eine enorme Belastung für die nachfolgenden Generationen gewesen.“ Er weiß sehr gut, was es bedeutet, für eine stark genutzte Verbindung zuständig zu sein. Der Teil zwischen der Autobahnausfahrt Eschenlohe und der Einschleifung in die B 2 zählt schließlich aktuell zu seinem Zuständigkeitsbereich. „In der Vergangenheit sind wir da schon oft an unsere Grenzen gestoßen“, betont der Bürgermeister. Speziell beim Winterdienst.

Dazu kommt der geplante Einschnitt parallel zur Autobahn, der anstatt der beiden maroden Tunnel, die geschlossen werden, entstehen soll. Die Sicherung der Fahrbahnen gegen von den Felswänden herabfallende Steine könne sehr kostenintensiv sein, hatte Kölbl im Gemeinderat ausgeführt. Nachdem die Strecke als „überregionaler Bypass“ und notwendiger Rettungsweg gilt, sollte sie im Zuständigkeitsbereich des Bundes bleiben. Ähnlich argumentiert Imminger, auf dessen Gemeinde knapp zwei Kilometer Straße zugekommen wären, die auf der einen Seite sehr dicht an der Felswand des Auerbergs liegen und auf der anderen Seite nur durch die Bahnlinie von der Loisach getrennt sind, die gerne über die Ufer tritt. Allein für Ausbesserungen kalkuliert der Bürgermeister 60 000 bis 70 000 Euro pro Jahr. Die Felsverbauung würde ein Vielfaches verschlingen.

„Mehr als erfreulich“ nennt Kühn „diese sachgerechte und für die Gemeinden Oberau und Eschenlohe sehr positive Lösung“. Das Entgegenkommen der Obersten Baubehörde erleichtert auch ihn. Kölbl gibt sich euphorischer. Er spricht von einem „Freudentag“. Einem für die 1650 Eschenloher und einem für die 3250 Oberauer.

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