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An der B2 bei Oberau wird der alte Steinschlagschutzzaun erneuert.

Hoffnung auf schnellere Fertigstellung

Der große Stau vor Oberau: Vollsperrung der B2 - bis zum Wochenende geht gar nichts mehr 

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Von Dienstag bis Samstag ist die B2 zwischen Eschenlohe und Oberau gesperrt. Die gesperrte Strecke misst nur 770 Meter, der Umweg viele Kilometer. 

Eschenlohe/Oberau - Auf Pendler, Urlauber und Ausflügler kommen ab Dienstagfrüh schwere Zeiten zu: Die Bundesstraße 2 wird beim Nadelöhr in Oberau bis Samstagmorgen komplett gesperrt. Grund ist der Bau eines neuen Steinschlagschutzzauns.

Ab voraussichtlich 2 Uhr morgens werden bei Eschenlohe und Oberau die Sperrschilder aufgestellt, die dafür sorgen werden, dass Garmisch-Partenkirchen nur noch über einen rund 24 Kilometer langen Umweg entweder über die B23 via Saulgrub oder über die B11 via Walchensee erreichbar ist. Wer nach Mittenwald oder weiter Richtung Seefeld/Innsbruck möchte, für den ist die Straße am Walchensee auf jeden Fall die kürzere, wenn auch wesentlich kurvenreichere Strecke.

Eschenlohe/Oberau: Straßenbauamt rechtfertigt Handeln

Der Abschnitt bei Oberau, um den es bei der Sperre geht, ist nur 770 Meter lang. Hier werden Forstarbeiter in etwa 20 Metern Höhe an die 400 Bäume fällen, um Platz für einen neuen und größeren Steinschlagschutzzaun zu schaffen. Der alte, zwei Meter hohe Schutzzaun hatte seinen Zweck nicht mehr erfüllt, wie der Absturz mehrerer schwerer Felsbrocken auf die Bundesstraße im vorigen Herbst gezeigt hatte.

„Wir mussten vor dem nächsten Winter tätig werden, da der Verkehr sonst nicht mehr über die Straße fahren könnte“, erläutert Nadine Heiß vom zuständigen Straßenbauamt in Weilheim. Durch Gefrieren und Wiederauftauen des Wassers im Hang werden bei Frost Felsbrocken abgesprengt.

Der neue Zaun wird mit vier Metern doppelt so hoch werden wie der alte. Er kann dann mehr als das 13-Fache des Gewichts der Felsbrocken stoppen, das der alte Zaun vermochte. Die Forstarbeiter sollen bis zum Wochenende fertig werden. Wann genau, das bleibt offen. Heiß: „Wir haben die Sperre bis Samstag, 24 Uhr, geplant. Sind aber guter Dinge, dass die Rodungsfirma früher fertig wird.“ Ausfahrer können also hoffen, dass der Abschnitt bei Oberau am Samstagmorgen wieder befahrbar ist. Dennoch sagt Heiß: „Es empfiehlt sich für die Münchner, ihr Ausflugsziel gut auszuwählen. Alle, die nicht dorthin müssen, sollten den Raum großräumig umfahren.“

Eschenlohe/Oberau: Arbeiten ziehen sich bis in den Dezember hinein

Das gilt auch für die Zeit nach der Totalsperre: Denn der Bau des neuen Steinschlagschutzzauns soll sich bis 6. Dezember hinziehen. Ab kommender Woche wird es eine Baustellenampel geben, die den Verkehr in immer nur einer Fahrtrichtung freigibt. 

Die Betroffenen in den umliegenden können nur das Beste hoffen. Krüns Bürgermeister Thomas Schwarzenberger (CSU) äußerte zuletzt Hoffnung, dass die Auswirkungen geringer sind, als man derzeit annimmt.

Video: Steinschlag extrem - Autofahrer wird von Felsbrocken überrascht

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