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Feuer überm Loisachtal – enzündet vom VTV Almarausch. 

Sieben Feuerwehren werden kontaktiert

Verein vergisst, sein Bergfeuer anzumelden - Großalarm

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Glück beim Wetter, Pech bei der Vorbereitung: Mitglieder des VTV Oberau entzündeten am Samstag ein Bergfeuer. Doch sie haben nicht an alles gedacht.

Oberau– Die Wolkendecke riss pünktlich am Samstagabend auf. Ideales Wetter, um die Bergfeuer am Rißkopf zu entzünden. „Wir waren alle happy“, sagt Florian Rückborn darüber, dass alles einwandfrei geklappt hat. Viel Arbeit investierte der Volkstrachtenverein (VTV) Almarausch Oberau in das Spektakel. Lange konnte der Vorsitzende den Erfolg nicht genießen. Noch oben auf dem Rißkopf ging gegen 21 Uhr bei einem der Feuermacher der Piepser: Sie selbst hatten einen Großalarm ausgelöst.

Zwar war im Funkspruch die Rede von einem Waldbrand an der Hohen Kiste, doch schnell war den Männer klar, dass es sich tatsächlich um ihr Feuer handelte. „Mir ist das Herz in die Hose gerutscht“, sagt Rückborn. Er wusste, wie es dazu kommen konnte. Der VTV, der das Feuer traditionell am Vorabend der Bergmesse entflammt, hatte zwar die örtliche Feuerwehr, die Bergwacht und die Gemeinde informiert, aber die Anmeldung bei der Integrierten Leitstelle Oberland in Weilheim vergessen. „Die ist uns leider durch die Lappen gegangen“, gibt der Vereinschef reumütig zu.

Die Folgen des Missgeschicks waren nicht ganz ohne: 20 bis 30 Notrufe von besorgten Bürgern gingen ein, sieben Feuerwehren aus dem Landkreis wurden alarmiert, erzählt Florian Schindlbeck, Kommandant der Oberauer Wehr. Die Truppen aus Oberammergau, Ettal, Garmisch, Partenkirchen, Eschenlohe, Farchant und Schwaigen standen in den Startlöchern. Doch Rückborn regelte vom Berg aus die Angelegenheit und ließ ins Tal funken. „Wir haben alle gleich zurückgepfiffen“, schildert der Vorsitzende das Vorgehen. In etwa zehn Minuten war alles geklärt. Das kann Schindlbeck bestätigen. „Niemand ist losgefahren.“

Zwar ist weiter nicht viel passiert, Rückborn schämt sich trotzdem mächtig für das Versehen. „Mich ärgert und wurmt das“, sagt er mit geknickter Stimme. „Das hätte nicht vorkommen dürfen und wird auch nicht mehr vorkommen.“ Dem Oberauer ist völlig bewusst, dass er und sein Verein nun wohl Hohn und Spott über sich ergehen lassen müssen. „Wir stellen uns auf Seitenhiebe ein.“ Trotz des Versehens ist für Rückborn eines aber am Wichtigsten: Alle Helfer sind wieder heil vom Rißkopf ins Tal gelangt. Die Messe am Sonntag fiel allerdings aus und findet in vier Wochen statt. Dann ohne Feuer.

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