Sieht harmlos aus, hätte aber großen Schaden anrichten können: der Felsbrocken im Stahlnetz an der B2.
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Sieht harmlos aus, hätte aber großen Schaden anrichten können: der Felsbrocken im Stahlnetz an der B2.

Steinschlagschutz an B2 funktioniert

Oberau: Felsbrocken fast auf Bundesstraße gestürzt - neuer Steinschlagschutz beweist seine Wichtigkeit

  • Christian Fellner
    vonChristian Fellner
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Neuer Steinschlagschutz an der Bundesstraße 2 bei Oberau verhinderte womöglich Schlimmeres. Das Netz konnte einen großen Felsbrocken aufhalten, der ansonsten auf die vielbefahrene Straße gestürzt wäre.

Oberau – Man will sich nicht ausmalen, was hätte passieren können, wenn ein Felsbrocken mit einem Gewicht von einer Tonne auf die Bundesstraße 2 kracht. Passiert ist das tatsächlich – das teilt das Staatliche Bauamt in Weilheim allerdings jetzt erst mit. Anfang April bereits. Das Positive: Der Stein wurde durch die Fangnetze aufgehalten, schlug nicht durch und landete nicht auf der wenige Meter entfernten Straße. „Bewährungsprobe bestanden“, urteilen die Experten im Straßenbauamt. „Der Steinschutzzaun hat den Felsblock wirksam zurückgehalten.“

Vorfall beweist, dass aufwändige Bauten ihre Berechtigung haben

Im Herbst 2019 war dieses Sicherungssystem am Hang westlich der Bundesstraße zwischen Autobahnende und Oberau errichtet worden. Mit großen Verkehrsbehinderungen für Pendler. Dass diese Bauten ihre Berechtigung haben, beweist dieser Vorfall eindrucksvoll. Denn dieser Gesteinsbrocken wäre mit „hoher Dynamik“, schreiben die Fachleute, direkt in den Verkehrsraum der B2 gelangt. Diese Erkenntnis liegt nun vor: Der Felsen mit einem Volumen von 0,4 Kubikmetern löste sich in rund 20 Metern Höhe, stürzte den Hang hinab und schlug ungebremst in einer Höhe von rund 1,8 Metern in den Stahlzaun ein. Dieser hat eine Höhe von vier Metern.

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