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Sie stellen sich zur Wahl: Florian Streibl (l.) und Landrat Anton Speer (3.v.l.) mit den Kandidaten (vorne ab 2.v.l.) Georg Mayr, Stella Fink, Peter Fink, Kathrin Fuchs, Josef Lohr, Lilian Edenhofer, Angela Klotz, Iris Grassl, York Beermann, Marianne Böhmer und Martin Mämpel sowie (hinten, ab 3.v.l.) Andre Fuchs, Werner Thoma, Johann Klein, Markus Portele, Daniel Schimmer, Lisa Grodon, Martin Kurschatke, Chester Fabricius, Kathrine Tiefenbrunner, Walter Echter, Gerhard Portele, Josef Angelbauer, Stephan Graf und Ron van Lankeren.

31 Kreistags-Kandidaten bestimmt

Freie Wähler: „Wir sind keiner Ideologie verpflichtet“

31 Freie Wähler des Verbunds Oberes Loisachtal gehen bei der Kreistagswahl am 15. März ins Rennen. Die „Freie Wähler sind etwas anderes als herkömmliche Parteien“, sagt Landtagsabgeordneter Florian Streibl.

Oberau –Am Ende war’s nur noch ein Abnicken. Kurz nachdem die Stimmberechtigten ihre Wahlzettel in die Urne geworfen hatten, konnte Florian Streibl bereits das Ergebnis verkünden: „Alle gewählt.“ Der Landtagsabgeordnete der Freien Wähler fungierte im Pfarrsaal in Oberau als Wahlleiter. Die viel zitierte Einheit, die immer beschworen wird und die zumindest im Vorfeld einer Wahl erwartungsgemäß stets gut funktioniert – sie herrschte auch bei den Kandidaten der Freien Wähler Oberes Loisachtal, einem Verbund, dem Menschen aus Garmisch-Partenkirchen, Farchant, Oberau und Grainau angehören.

Die Mannschaft um Landrat Anton Speer und die Bürgermeisterkandidaten Lilian Edenhofer (Garmisch-Partenkirchen) und Josef Lohr (Oberau) hat sich formiert: 31 gehen bei der Kreistagswahl am 15. März ins Rennen (siehe Kasten). Eigentlich erstaunlich, dass es um die Einheit so gut steht, wo es doch gerade das Markenzeichen der Gruppierung ist, den Mitgliedern Spielraum für Individualität zu geben und ihnen keinen Maulkorb zu verpassen. 

Florian Streibl: „Bei uns zählt die eigene Meinung. Vernunft statt Ideologie“

Weite Teile seiner Ansprache im gut besetzten Saal widmete Streibl dem Freiheitsaspekt: „Freie Wähler sind etwas anderes als herkömmliche Parteien. Dort herrscht Ideologie. Bei uns zählt die eigene Meinung viel mehr. Vernunft statt Ideologie“, sagte der 55-jährige Landtagsabgeordnete, der in Oberammergau lebt. Dass die Freien Wähler aus der Parteienlandschaft im Freistaat nicht mehr wegzudenken sind, verdeutlichte er anhand von Zahlen: 6000 Mandatsträger sitzen inzwischen in Bayern in den unterschiedlichsten Gremien – ob in der Kommunal- oder Landespolitik. 

Bis vor wenigen Jahren hat die Gruppierung in der Landespolitik noch keine Rolle gespielt. „Wir sind der Herzschrittmacher und die zweitstärkste kommunalpolitische Kraft. Das ist eine große Hausnummer – und eine große Konkurrenz für die CSU“, resümierte Streibl. Landespolitisch arbeite man mit den Christsozialen zusammen, doch in der Kommunalpolitik herrsche Gegnerschaft. Weiter hob Streibl die Abgrenzung von den politischen Rändern hervor. Mit Sorge betrachtet er das Erstarken des rechten Rands: „Es kommen immer mehr Ideologien zum Vorschein“, sagte er mit Blick auf die beachtlichen Wahlergebnisse der AfD. Einst als eurokritische Partei gegründet, sei sie heute „der Liebhaber der Reichsmark“ geworden. „Das ist nicht mehr akzeptabel.“

Streibl: Grüne seien in einem quasi religiösem Klimafanatismus befangen“

Die Grünen sieht Streibl in einem quasi religiösen „Klimafanatismus“ befangen, in dem es nur noch um das Schüren von Emotionen, nicht mehr aber um eine sachliche Auseinandersetzung gehe. Klimapolitik sei aber „keine Frage des Glaubens, sondern der Naturwissenschaft und Technik“. Man müsse die Probleme mit Unaufgeregtheit angehen. Als Beispiel nannte er die Einführung des Katalysators in den 1980er Jahren.

Auch Oberaus Bürgermeisterkandidat Josef Lohr machte sich für den Freiheitsgedanken stark: „Der Name unserer Partei sagt eigentlich alles. Wir sind keiner Ideologie verpflichtet, sondern nur der eigenen Überzeugung.“

Dann kam sie aber doch wieder, die viel beschworene Einheit. Landrat Anton Speer rief dazu auf, im Bemühen um starke Wahlergebnisse alle Kräfte zu bündeln: „Nur gemeinsam können wir gut wahrgenommen werden.“

VON RAFAEL SALA

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