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Dichte Rauchschwaden dringen aus dem Gebäude.

Fenster und Türen geschlossen lassen

Lagerhalle in Oberau zerstört: Polizei geht von fahrlässiger Brandstiftung aus

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Das Feuer vernichtete alles: In Oberau stand am Dienstagvormittag eine Lagerhalle in Vollbrand. Der Schaden liegt geschätzt bei über 200 000 Euro. Was das Unglück verursacht hat, dazu gibt es bereits erste Erkenntnisse seitens der Polizei.

Oberau  - Eine riesiger Rauchpilz steigt hoch. Die dichten Schwaden quellen aus der gelben Lagerhalle des Zeltverleihs Oberau. Ein Feuer wütet am Dienstagvormittag im Inneren des Gebäudes an der Alten Ettaler Straße. Nichts bleibt von den Flammen verschont. „Die Halle ist komplett ausgebrannt“, sagt Florian Schindlbeck, Einsatzleiter der örtlichen Feuerwehr, gegen 12.30 Uhr, zwei Stunden nach der Alarmierung. Auch die Dachgeschosswohnung einer Familie. Sie verlor ihr ganzes Hab und Gut.

Brand in Oberau: Gemeinde kümmert sich um betroffene Familie

Die Eltern von zwei Kindern befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks in ihren vier Wänden, kamen aber rechtzeitig in Sicherheit. Geschockt von den Ereignissen. „Wie betreuen sie“, betont Hans Steinbrecher, Rettungsdienstleiter beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) im Landkreis. Sofort kümmerte er sich gemeinsam mit der Gemeinde um eine Bleibe für die Familie. Bürgermeister Peter Imminger, der sich ein Bild vor Ort machte, sagt auf Nachfrage: „Wir bringen sie in einer Ferienwohnung unter.“ Auch Kleidung werde besorgt. „Wir lassen sie nicht alleine.“

Großalarm in Oberau: Feuer in Werkstatt ausgebrochen - Fotos

Der Rathauschef selbst war am Vormittag in seinem Büro gesessen, als es plötzlich knallte. „Das hat einen Schnoizerer getan, aber schon richtig“, erzählt er. Die Feuerwehren aus Oberau, Farchant, Partenkirchen, Garmisch, Oberammergau und Eschenlohe – insgesamt 172 Einsatzkräfte waren angerückt – bekämpften den Vollbrand. Vorsicht war geboten: Neben den freigesetzten Dämpfen durch die Asbest-Dachplatten „hat’s ein paar Gasflaschen zerrissen“, sagt Schindlbeck. Die restlichen brachten seine Kameraden ins Freie. Wie auch die zwei Personen, die beim Ausbruch des Brandes im Bereich des Daches gearbeitet hatten. Sie zogen sich ersten Erkenntnissen zufolge leichte Verletzungen zu und mussten ins Klinikum gebracht werden. Steinbrecher spricht von Rauchgasvergiftungen. Auch ein Partenkirchner Feuerwehr-Mann wurde kurz ärztlich behandelt, konnte aber wieder ans Werk gehen.

Von dieser Ursache gehen die Ermittler derzeit aus:

Schnell hatten die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle, am Nachmittag war das Feuer abgelöscht. Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd schätzt den Schaden auf über 200.000 Euro. Die Ermittlungen vor Ort übernahm das Fachkommissariat für Branddelikte der Kripo Garmisch-Partenkirchen. Nach ersten Erkenntnissen „wird von einer fahrlässigen Brandstiftung ausgegangen“, heißt es von Polizei-Seite. Ursache dürften „sehr wahrscheinlich“ Arbeiten im Bereich des Daches gewesen sein. Ob das Lager eingerissen werden muss, konnte Kreisbrandinspektor Peter Gaus am frühen Nachmittag noch nicht sagen. Wegen der Asbest-Platten brauchte es erst die Expertise des Landratsamtes. Für die Familie steht dagegen schon fest: Sie wird ein neues Zuhause finden müssen.

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