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Leitschwellen wie diese am Kesselberg sollen auf einer Teilstrecke der B2 in Oberau installiert werden.

Geplant sind Leitschwellen wie am Kesselberg

Gefahrenstellen auf der Oberauer B2: Jetzt wird sie entschärft

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Die B2 in Oberau bekommt Farbe. Auf einem 60 Meter langen Abschnitt im Ortseingang Süd wird das Staatliche Bauamt Weilheim gelb-rot-weiße Leitschwellen installieren, um das Unfallpotenzial deutlich zu reduzieren.

Oberau – Martin Dondl findet klare Worte: „Die Unfälle dort sind oft heftig“, sagt der Gebietsinspektor des Staatlichen Bauamts Weilheim. Mehrfach musste die Feuerwehr in der Vergangenheit Richtung „Trigema“ ausrücken, weil es in diesem Streckenbereich der B2 in Oberau gekracht hatte. Die Ursache ist nicht selten die gleiche: Verkehrsteilnehmer missachten die Beschilderung und biegen falsch ab. Von Norden kommend in den Parkplatz der dort angesiedelten Geschäfte oder aus dem Parkplatz in Richtung Garmisch-Partenkirchen. Beide Szenarien – verboten. Und lebensgefährlich. Um sie zu verhindern, kommen künftig Leitschwellen zum Einsatz.

Auf Anregung der SPD- und Freie-Wähler-Fraktion hatte sich der Oberauer Gemeinderat im Mai mit einer solchen Variante auseinandergesetzt und angefreundet. Daraufhin nahm die Rathausverwaltung Kontakt mit den zuständigen Behörden auf. Polizei, Landratsamt und Straßenbauamt besichtigten den Abschnitt, befürworteten ebenfalls eine Fahrbahnbegrenzung, wie sie am Kesselberg besteht. Auch, wenn Dondl nicht von einem Unfallschwerpunkt, sondern von einer unfallauffälligen Stelle spricht.

Das Landratsamt hat am 23. August die nötige verkehrsrechtliche Anordnung erlassen, teilt Sprecher Stephan Scharf mit. Liegt diese im Bauamt vor, darf es mit den Arbeiten beginnen. Derzeit ist das noch nicht der Fall, sollte aber bald passieren. Wann der Aufbau in dem vorgesehenen 60 Meter langen B2-Abschnitt startet, kann Dondl deshalb nicht prognostizieren. „Ich weiß nicht, ob die Straßenmeisterei die Leitschwellen schon bestellt hat“, sagt er. Falls nein, rechnet er mit einer Zeitspanne von zwei bis drei Wochen, nachdem die Anordnung eingetrudelt ist. Installiert sei das Ganze in einem Tag. Feststeht, dass das Staatliche Bauamt eine verkehrsärmere Phase abwartet, weil Sperrungen nötig sein werden.

Die Maßnahme ist ein Testlauf. Ob er klappt, bleibt abzuwarten. Dondl zeigt sich zuversichtlich, dass die jeweils drei Meter langen elastischen Leitschwellen – ein Notarzt kann sie überfahren – das Gefahrenpotenzial entschärfen. „Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht“, betont er. Zum Beispiel im Landkreis Weilheim-Schongau an einer Tankstellen-Ausfahrt. Nur die Straßenmeisterei sei in der Regel von den Begrenzungen nicht begeistert. Gerade für den Winterdienst seien sie unpraktisch, weil sich Schnee und Schmelzwasser dazwischen ansammeln.

Die Gemeinde Oberau ist in das Projekt nicht weiter involviert, weil es sich um eine Bundesstraße handelt. „Insoweit ist sie dem kommunalen Zuständigkeitsbereich entzogen“, sagt Robert Zankel, Geschäftsleiter im Rathaus. Das gilt für den Aufbau wie für die Finanzierung. Die Kosten trägt der Bund. Dondl kennt den Preis noch nicht, kalkuliert aber grob mit einem Betrag von 5000 Euro.

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