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Die schönsten Bärte: (h.v.l.) Vorsitzender Walter Bauhofer, Luwig Neuner, Berni Hamm und Alex Luttenbacher, (v.v.l.) Blasi Schmid, Hans Hübler und. Jan Bischoff von der Höhe.

Kategorien: Schnauzer und Vollbart

Haarige Tradition seit 40 Jahren: Diese Oberauer konkurrieren um die schönsten Bärte

Wer hat den schönsten Bart im ganzen Land? Seit 40 Jahren stellen sich die Mitglieder des Bartvereins Oberau den strengen Blicken der Jury - und die packt manchmal sogar zu.

Oberau – Ist der Fasching vorbei, geht für die Mitglieder des Bartvereins Oberau die Feier erst richtig los. Der Aschermittwoch ist für sie der Höhepunkt des Jahres. Da treffen sich die Mitglieder zur traditionellen Bartprämierung – und das schon seit 40 Jahren. Mindestens ein halbes Jahr lang lassen die Männer im Gesicht sprießen, was alles so wächst. Es darf auch nachgeholfen werden, ob mit Bartwichse, Haarwuchsmittel oder bei einem Friseurbesuch. Und so fanden sich im Vereinsheim des Eisstockclubs 41 bärtige Männer ein, um ihren Gesichtsschmuck nach den Kategorien Vollbart und „Schnauzer“ von einer gestrengen Jury bewerten zu lassen.

Die Kategorien: Schnauzer und Vollbart

„Der Bart muss zur Person passen, er soll gepflegt sein und keine lichten Stellen oder Löcher aufweisen“, erläuterte Jurymitglied Rudi Wackerle das Prozedere. Dann traten die Männer einzeln zur Begutachtung vor. Die „Schnauzer“ zwirbelten vorher ihren Oberlippenbart zurecht, die „Vollbärtigen“ strichen noch einmal über ihren Gesichtsschmuck. 

Während die Vorstellung bei den „Schnauzern“ schnell über die Bühne ging, wurde bei den Vollbartträgern schon ganz genau hingeschaut. Mitunter wurden die Juroren sogar „handgreiflich“ oder sie betrachteten die Prachtexemplare von der Seite. Am Ende mussten einige Beteiligte wegen Punktgleichheit noch einmal zum „Rittern“ vortreten. Dann wurde bei der Jury gerechnet und zusammengezählt. 

Seit 40 Jahren gibt‘s den Wettbewerb

Den dichtesten Vollbart hat Berni Hamm, fand die Jury. Er gewann mit 139 Punkten vor Ludwig Neuner (130) und Alex Luttenbacher (128), dem Seriensieger der vergangenen Jahre. Bei den „Schnauzern“ verteidigte Hans Hübler, der frühere „Bartewirt“, seine Spitzenstellung mit 127 Punkten, die er seit Jahrzehnten innehat. Auf den zweiten Platz folgte Jan Bischoff von der Höhe (122) vor Blasi Schmid mit 121 Punkten. Sieger und Platzierte durften sich über schöne Urkunden und Sachpreise freuen. Und für alle, die es noch mal wissen wollen, gibt es bei der Bartprämierung am 31. März im Werdenfelser Hof in Partenkirchen eine zweite Chance.

Die Veranstaltung in Oberau geht auf den Allerheiligentag 1978 zurück, als beim Dämmerschoppen im damaligen Bahnhofstüberl mehrere damals noch bartlosen Männer beschlossen, bis Aschermittwoch auf jegliche Rasur zu verzichten. Spontan wurde dann auch unter dem damaligen Vorsitzenden Anderl Heckmeier ein Bartclub gegründet. „Ich habe nicht geglaubt, dass die Idee so einen Anklang findet, daher mussten wir weitermachen“, erläuterte der aktuelle Vereins-Chef Walter Bauhofer, der das Amt sieben Jahre später von Heckmeier übernahm. Zum 40-jährigen Bestehen wurden außerdem zahlreiche Mitglieder geehrt, allen voran Heckmeier und Bauhofer, der das Amt schon seit 33 Jahren innehat. 

Von Günther Schneider

Die Ergebnisse

Vollbärte:1. Berni Hamm (139 Punkte), 2. Ludwig Neuner (130), 3. Alex Luttenbacher (128), 4. Martin Grasegger (123, 5. Hans Schmid (119), 6. Bernhard Heiland (119), 7. Richard Brauchler (119), 8. Hans Weiß (118), 9. Dietmar Müller (118), 10. Reini Rauch senior (117).

Schnauzer: 1. Hans Hübler (127 Punkte),2. Jan Bischoff (122), 3. Blasi Schmid (121), 4. Peter Egner 116, 5. Anton Märkl 116, 6. Josef Guglhör 108, 7. Franz Ambach 107, 8. Hans Hackl 102, 9. Michael Penzis 99, 10. Peter Huber 95 Punkte.

Geehrt

Gründungsmitglieder: Toni Hibler, Toni Wackerle, Wolfgang Lederer, Reini Rauch sen., Sepp Neuner.

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