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Kollision mit Lastwagen: 20-Jähriger stirbt am Unglücksort

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Von: Andreas Seiler

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Totalschaden: das Unfallauto, eine Mercedes A-Klasse.
Totalschaden: das Unfallauto, eine Mercedes A-Klasse. © Sehr

Oberau – Ein schwerer Unfall auf der Bundesstraße 2 zwischen Eschenlohe und Oberau hat in der Früh ein Menschenleben gekostet: Ein 20-Jähriger aus Garmisch-Partenkirchen erlag noch am Unglücksort seinen schweren Verletzungen. Er war mit seinem Pkw mit einem Lastwagen zusammengestoßen. Aufgrund der komplizierten Bergung musste die wichtige Verkehrsader des Landkreises am Vormittag für mehrere Stunden komplett gesperrt werden – was zu Staus und längeren Umwegen führte.

Die Tragödie ereignete sich nach Angaben der Verkehrspolizei Weilheim frühmorgens gegen 5.45 Uhr auf der Bundesstraße etwa 300 Meter südlich der Rampe zur Autobahn 95. Der junge Mann aus dem Kreisort war mit seiner Mercedes A-Klasse in Richtung Norden unterwegs, vermutlich zur Arbeit. Aus bislang ungeklärter Ursache kollidierte er seitlich mit einem entgegenkommenden Klein-Lastwagen, an dessen Steuer ein 44-Jähriger aus Fürstenfeldbruck saß. Der Zusammenprall muss heftig gewesen sein. Fotos zeigen den Mercedes, der auf der Fahrerseite regelrecht aufgerissen wurde. Wie aus Feuerwehrkreisen zu erfahren war, befreiten Ersthelfer den 20-Jährigen aus dem Wrack und versuchten, ihn wiederzubeleben – allerdings vergeblich. Der Lastwagenfahrer erlitt leichte Verletzungen.

Ursache noch völlig unklar

Wieso es zu diesem schweren Unfall kam, ist noch ungeklärt. Nach Polizeiangaben erklärte der Lkw-Fahrer, der Mercedes-Lenker sei auf die Gegenfahrbahn geraten. Antworten auf offene Fragen soll nun ein beauftragtes Unfallgutachten liefern. Die Fahrzeuge – in beiden Fällen liegt wahrscheinlich ein Totalschaden vor – wurden für eine technische Überprüfung sichergestellt. Die Ermittlungen hat federführend die Staatsanwaltschaft München II mit Unterstützung der Verkehrspolizei übernommen.

Der Unfall löste einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus. Vor Ort waren neben Polizei, BRK und Straßenmeisterei die Feuerwehren aus Oberau, Eschenlohe, Murnaun und Großweil mit zig Helfern, mehreren Fahrzeugen und schwerem Gerät.

Schwierige Bergung des Lastwagens

Vor allem die Berrgung des 7,5-Tonners erwies sich als schwierig. Hierfür musste ein Kran angefordert werden. Das Unfallfahrzeug mit einem kastenartigen Aufsatz war direkt auf der Schutzplanke am Straßenrand stehengeblieben und drohte umzukippen. Eine gefährliche Situation, da direkt daneben die Bahnlinie verläuft. Ein Notfallmanager der Deutschen Bahn stoppte daher vorübergehend den Zugverkehr zwischen Murnau und Oberau. Auch wurde sicherheitshalber die Oberleitung vom Stromnetz genommen, um ein risikofreies Arbeiten mit dem Kran zu gewährleisten. Der Straßenabschnitt inklusive des Oberauer Tunnels musste komplett gesperrt werden. Die Verkehrsteilnehmer wurden weiträumig umgeleitet – entweder über das Ammertal oder den Kesselberg. In der Folge bildeten sich Staus. Die Bundesstraße 2 wurde gegen 12 Uhr wieder freigegeben.

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