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Brückenbau am Südportal: Unter diesem Konstrukt führt künftig die neue B2 durch.

Im Sommer starten die Baumaßnahmen für die neue Umfahrung

Kommt bald der Mega-Stau? Noch wird die B2 verschont

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Eng getaktet ist der Zeitplan für das Großprojekt Umfahrung Oberau. Im Sommer starten die Arbeiten für die neue Bundesstraße. Autofahrern graut. Sie befürchten lange Staus. Kein Grund zur Sorge, sagen die Verantwortlichen.

Oberau– Wie soll das nur werden? Im Sommer. Wenn an schönen Tagen sowieso Stoßstange an Stoßstange in Richtung Garmisch-Partenkirchen rollt. Und man sich als Autofahrer schon über das Rollen freut – man könnte ja auch stehen. Oft genug kommt das vor, es gehört zwischen Autobahnende bis Oberau zum sommerlichen Standardprogramm. Nur kommt jetzt eben noch der Weiterbau an der Umfahrung Oberau dazu, Anschlussstellen, Straßen – all das fehlt noch. Also: Wie soll das nur werden?

Viele erinnern sich da an die vergangenen Wochen. Lange warteten sie in ihren Autos, bis sich der Stau endlich auflöste. Die Rodungsarbeiten – Vorbereitungen auf die Baustelle im Sommer – hatten zu massiven Behinderungen geführt. Doch Josef Seebacher, Sprecher der Autobahndirektion Südbayern, hat gute Nachrichten: Die Behinderungen sollten sich in Grenzen halten.

Gebaut wird einiges, auch vieles, was die Autofahrer auf ihrem Weg von der Bundesstraße aus sehen können. Aber nichts, was sie wirklich betrifft. „2019 stehen keine Arbeiten auf der B2 an“, sagt Seebacher. Zwar ist wieder mit verstärktem Baustellenverkehr zu rechnen. Aber das sollten die Verkehrsteilnehmer mittlerweile kennen. Und wer wissen möchte, wo in diesem und im kommenden Jahr etwas passiert, der muss nur schauen, wo die Bäume gefällt wurden. „Das ist das beste Indiz.“

Die Zeit drängt: 2021 sollen die ersten Autos durch die Röhre rollen

Seebacher weiß um die Schwierigkeiten, die diese Arbeiten verursacht haben. Doch ließen sie sich nicht aufschieben. Denn aufgrund von Natur- und Umweltschutz-Auflagen – unter anderem muss die Vogelbrutzeit beachtet werden – dürfen erst wieder ab Oktober Bäume gefällt werden. So lange aber kann das Projekt nicht warten. Die Zeit drängt: 2021 sollen die ersten Autos durch die Röhre rollen.

Auch in diesem Punkt berichtet Seebacher Positives: „Wir sind weiter genau im Zeitplan.“ Weniger Grund zur Freude bieten die Kosten. Wie berichtet, sind sie zuletzt von 228 auf 251 Millionen Euro gestiegen. Das, sagt Seebacher, liegt nicht am Tunnel selbst. Dort bleiben die Ausgaben stabil. Anders als vor allem im Streckenbau. Die Branche boomt. Die logische Folge: Es wird teurer. Alle Firmen sind ausgelastet. Für die Umfahrung Oberau werden sie sich in diesem und nächsten Jahr Zeit nehmen.

Südportal

Einiges passiert im Süden des Tunnels. Denn dort wird bereits zwischen B2 und Bahnlinie die neue, spätere Bundesstraße gebaut. Die Arbeiter müssen zudem die Brücke fertigstellen, unter die künftig die neue B2 führt. Denn ab Sommer 2020 wird über die Rampe der Verkehr geleitet. „Nur so können wir den Rest bauen“, sagt Seebacher.

Nordportal

Die Tunnelschale im Westen ist fertig, im Osten fehlt beim Innenausbau etwa noch die Hälfte. Bis Herbst, spätestens Ende des Jahres, wollen die Arbeiter auch diesen Meilenstein geschafft haben. Danach machen sie die Baustelle am Nordportal frei. Im Januar 2020, so der Plan, räumen sie alles, samt Container, Gerätschaften und gelagertem Material, weg. Dann startet der Unterbau für die Straße. Da kündigt Seebacher schon einmal Behinderungen an – allerdings erst für 2021, zum Endspurt hin. Um die Straße und Einschleifungen fertigzustellen, wird wohl für etwa vier Wochen eine Ampel den Verkehr regeln. Dass das zu langen Staus führt, wissen Autofahrer ja bereits.

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