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Ein neues Veranstaltungs-Areal ist am Oberauer Schmiedeweg entstanden. Vom früheren Kurpark steht nur die Bühne.  

An der Baustelle geht‘s voran

Kulturpark in Oberau: Der Termin für die erste Bewährungsprobe steht

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Der Kulturpark in Oberau nimmt Formen an. Die neuen Gebäude stehen, jetzt wird gepflastert und dann begrünt. Mitte September muss alles fertig sein. Der Termin für die große Eröffnung, die von den Ortsvereinen gestemmt wird, steht und wurde vom Gemeinderat abgesegnet.

Oberau – Es war ein regelrechter Dornröschenschlaf. Ein jahrzehntelanger. Eine kurze Unterbrechung stellten nur die sommerlichen Konzerte der Musikkapelle Oberau dar. Ansonsten passierte nicht viel auf der gemeindlichen Grünfläche am Schmiedeweg. Spätestens seit 2014, seit die Oberauer Theaterer den Kurpark für die Freilicht-Inszenierung „Hoffnung Dreizehnlinden“ belebten, steht fest, das Areal ist geradezu prädestiniert für derartige Veranstaltungen. Deshalb machten sich Gemeinde und Ortsvereine daran, die Umgestaltung der knapp 4000 Quadratmeter großen Fläche in Angriff zu nehmen.

1,089 Millionen Euro steckt die Kommune in dieses Vorhaben. Die erste Kalkulation lag deutlich darunter, erinnert sich Kämmerer Stefan Hausenblas. „Ursprünglich standen gut 500 000 Euro im Raum.“ Als es allerdings an die Detailplanung ging, kam einiges dazu. Nicht nur von Seiten der Ortsvereine, sondern auch aus Reihen der Gemeinde und der Kommunalpolitik. Was jetzt auf dem Tisch liegt, sei eine runde Sache, sagt Bürgermeister Peter Imminger (CSU). Wie das Areal, das am 15. September mit einem großen Fest eingeweiht wird, einmal ausschaut, lässt sich schon erahnen. Die offenen, hüttenähnlichen Funktionsbauten, in die Bierzelt-Garnituren gestellt werden können, der Ausschank und das Eingangsgebäude samt Toiletten und Behinderten-WC stehen bereits. Die Fundamente für eine Überdachung, sollte das Wetter mal nicht mitspielen, sind gegossen. Aktuell wird gepflastert und anschließend begrünt. „Gut angelegtes Geld“ nennt Imminger die Investitionen in dieses Projekt. Schließlich „wollen wir das Leben in der Ortsmitte haben“. Mit der Folge: „Wenn Vereine große Feste machen, dann nicht auf dem eigenen Gelände, sondern im Kulturpark.“

Daran liegt auch den Vereinen. Hier entsteht etwas „für alle aus dem Dorf“. Markus Bielmeier, Vorsitzender des Ortsvereine-Komitees, sagt’s immer wieder. Fast gebetsmühlenartig. Denn genau darum geht’s, einen Platz zu schaffen, der das Miteinander in der Gemeinde bereichert. Ideen, was künftig am Schmiedeweg passieren kann, haben der Wasserwacht-Chef und sein Stellvertreter Andre Fuchs, Vorsitzender der Elterninitiative Obelin, schon jede Menge. „Entscheidend ist, dass wir hier eine Infrastruktur haben, die Vereinen ihre Veranstaltungen ermöglicht“, betont Fuchs. Damit bezieht er sich auf die erforderlichen Rettungswege und die Brandschutzauflagen, aber auch auf die Hygiene. Im künftigen Ausschank findet sich neben Kühlschrank und Spüle auch eine Kochgelegenheit. All das muss beim großen Eröffnungsfest im September seine erste Bewährungsprobe bestehen. „Und auch wir wollen die ganzen Abläufe lernen“, sagt Bielmeier und lacht.

Das Programm dafür steht – weitgehend. Tanz, verschiedene Einlagen und viel Musik machen das Angebot aus, das die Besucher nach dem offiziellen Teil samt ökumenischer Segnung erwartet. „Wir wollen jedem eine Chance geben, dabei zu sein“, unterstreicht Bielmeier. Als „Tag von Oberauern für Oberauer“ bewirbt Fuchs die Eröffnung.

Den abwechslungsreichen Zeitplan hat der Gemeinderat schon einmal abgesegnet. Mit einer Einschränkung: Das vorgesehene Ende um 2 Uhr fand keine Mehrheit. In nicht-öffentlicher Sitzung einigte sich das Gremium auf 1 Uhr, bestätigt Robert Zankel, Geschäftsführender Beamter im Rathaus. Verschoben wurde die Entscheidung, in welcher Form Franz Haser an diesem Tag gewürdigt wird. „Vor einem Beschluss müssen die Vorschläge des Ortsvereine-Komitees vorliegen.“ Den Hintergrund des Vorstoßes erklärt Bielmeier: „Franz Haser hat viel für den Tourismus und damit auch den Kurpark erreicht.“ Daher liegt den Vereinsvertretern daran, den früheren Leiter des Fremdenverkehrsamts, der 2016 im Alter von 60 Jahren gestorben ist, zu ehren.

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