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Feiertag in Oberau: Zahlreiche Besucher waren zur Eröffnung in den neuen Kulturpark am Schmiedeweg gekommen. 

Änderungen sind möglich

Kulturpark Oberau: Gemeinderat legt Regeln für Besucher fest

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Der neue Kulturpark ist der ganze Stolz der Oberauer. Knapp 1,1 Millionen Euro hat die Kommune in dessen Gestaltung investiert. Jetzt stellte der Gemeinderat acht Regeln für dieBesucher auf.

Oberau – Er ist der neue Anziehungspunkt im Zentrum Oberaus. Seit Mitte September hat der Kulturpark am Schmiedeweg geöffnet. Entstanden ist eine Wohlfühloase inmitten des Ortes. Besucher können dort Veranstaltungen und Konzerte besuchen oder sich einfach nur die Füße vertreten. Jetzt hat in Form eines Regelwerks auch die Bürokratie Einzug gehalten. Was auf der rund 4000 Quadratmeter-Fläche erlaubt ist und was nicht – das legte der Gemeinderat nun in seiner Sitzung fest. Zumindest fürs Erste.

Der Bauausschuss hat die Vorarbeit geleistet und die so genannte Benutzungsordnung zusammengestellt. Diese gilt nur außerhalb von Veranstaltungen. Beispielsweise sind die Gebäude im Kulturpark zu Nichtraucherzonen erklärt worden. Radfahren, Zelten, Grillen oder das Betreten von Wasserflächen und Beeten ist untersagt. Verstöße, so steht es im Regelkatalog geschrieben, können mit einem Betretungsverbot und sogar mit einer Anzeige von der Gemeinde geahndet werden.

Im Prinzip gab es von Seiten der Kommunalpolitiker nichts einzuwenden. Nur Verbesserungsvorschläge brachten einige ein. Darunter Werner Thoma. Der Freie Wähler plädierte dafür, den Kulturpark bereits um 8 Uhr – die Öffnungszeiten sind von 9 bis 20 Uhr – aufzusperren. „Für die Schule ist’s sonst ein bisserl spät“, sagte er. Der Meinung schloss sich Angelika Allinger-Rank (SPD) mit Blick auf Kurgäste und Frühaufsteher an. Gegen den Vorschlag sträubte sich Peter Fink (Freie Wähler). „Um Acht bist alleine drin.“ Am Ende einigte das Gremium sich auf die spätere Variante. Zumal die Gemeinde immer noch an der Uhr drehen könne, wenn entsprechende Wünsche laut werden.

Ganz andere Dinge sind derweil Günter Meck (CSU) zu Ohren gekommen: Menschen hätten schon mit dem Schlafsack unterm Dach genächtigt. Verbotenerweise. Ein Problem, mit dem Bürgermeister Peter Imminger (CSU) gerechnet hat. „Die Anlage ist prädestiniert für Personen, die ein Dach über dem Kopf brauchen“, verdeutlichte der Rathaus-Chef. Er gibt sich keiner Illusion hin und geht schwer davon aus, dass dieses Thema die Gemeinde in den kommenden Jahren noch öfter beschäftigen wird.

Viele verschiedene Anmerkungen kamen zur Sprache. Nichts, was nicht Potenzial für lange Diskussionen gehabt hätte. Johann Klein (Freie Wähler) aber wollte das Regelwerk nicht zerreden – nicht zum jetzigen Zeitpunkt. „Wir haben noch überhaupt keine Erfahrungen“, betonte er, „und kommen sonst vom Hundertsten ins Tausendste.“ Worte, die ganz im Sinne von Imminger waren, zumal es sich um einen Entwurf handelt. „Der wird sicher nicht so bleiben“, stellte der Bürgermeister klar. Aber die Gemeinde habe eine Grundlage, mit der sie agieren kann.

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