+
Liegt seit langer Zeit brach: der Bahnhof Oberau.

Gebäude steht seit Jahren leer

Oberauer Bahnhof wird Heim für Flüchtlinge

Der Oberauer Bahnhof wird zur Flüchtlingsunterkunft. Der Gemeinderat hat zugestimmt. Das Gebäude soll aber nicht länger als fünf Jahre als Asylheim verwendet werden.

Oberau – Seit Jahren steht es leer, weder der Eigentümer noch die Gemeinde hatten konkrete Ideen, wie es am besten einzusetzen ist: Das Bahnhofsgebäude, ehemals als Gaststätte vermietet, liegt im wahrsten Sinne des Wortes brach, nicht nur von seiner Nutzung her, sondern auch planerisch.

Das wird sich in Kürze ändern: Temporär soll es jetzt angesichts des anhaltenden dringenden Bedarfs im Landkreis in eine Flüchtlingsunterkunft umgewandelt werden. „Der Eigentümer hat sich bereit erklärt, Wohnungen für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen“, teilte der Geschäftsleiter der Gemeinde Oberau, Robert Zankel, mit.

Da sich das Gebäude in einem guten Zustand befindet, seien nur wenige Umbauarbeiten nötig. Im Grunde reiche es, in einem Teil des Erdgeschosses nur einige Zwischenwände einzuziehen – damit könnten in dem rund 180 Quadratmeter großen Nutzungsbereich einige Wohneinheiten entstehen.

Die Gemeinde reagiert damit auf eine Anfrage des Landratsamts, das dringend Flächen und Wohnraum für die Unterbringung von Flüchtlingen sucht. Wie viele Menschen kommen werden, konnte der Geschäftsführer angesichts der unklaren Prognosen nicht sagen, es werde sich aber vermutlich um eine Zahl „im zweistelligen Bereich“ handeln.

Zankel hob den temporären Charakter dieser Maßnahme hervor: „Das Gebäude befindet sich in einem Mischgebiet, es bietet sich eher für eine gewerbliche Nutzung an.“ Das solle so beibehalten werden. Auch der Gemeinderat hat dem Vorhaben zugestimmt – jedoch ebenfalls unter der Auflage, dass diese Nutzung „längstens auf fünf Jahre“ zu beschränken ist, wie es in der Beschlussfassung heißt.

Rafael Sala

Auch interessant: Erstaufnahmeeinrichtung Abrams wird saniert

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Bär an Grenze gesichtet - Almwirte fordern Abschuss - Experte: Tier könnte längst in Bayern sein
Ein Braunbär ist an der Grenzen zu Bayern in eine Fotofalle getappt. Es ist bereits die zweite Bären-Sichtung in der Region in diesem Jahr. Ist das Tier gefährlich?
Bär an Grenze gesichtet - Almwirte fordern Abschuss - Experte: Tier könnte längst in Bayern sein
Unglück beim Wandern - Frau stürzt vor Augen ihres Mannes in den Tod
Für eine 63-Jährige endete eine Wanderung am Stangensteig bei Grainau in den bayerischen Alpen tödlich. Ihr Ehemann musste das Unglück mitansehen.
Unglück beim Wandern - Frau stürzt vor Augen ihres Mannes in den Tod
Rettungseinsatz im Höllental: Paar findet Weg nicht mehr - bei winterlichen Verhältnissen
Sie waren recht gut ausgerüstet, trotzdem brauchte ein Paar bei ihrer Tour Hilfe von den Bergrettern. Diese mussten teilweise durch knietiefen Schnee.
Rettungseinsatz im Höllental: Paar findet Weg nicht mehr - bei winterlichen Verhältnissen
CSU-Fraktionschefin Samm: James-Loeb-Areal als „Notgroschen“
Das geplante Wohnbau-Projekt auf dem Murnauer James-Loeb-Areal bekommt nach den Anlieger-Protesten jetzt auch politischen Gegenwind: CSU-Fraktionschefin Regina Samm …
CSU-Fraktionschefin Samm: James-Loeb-Areal als „Notgroschen“

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion