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Höhere Gebühren für das Trinkwasser könnten bald für die Oberauer anfallen. Derzeit laufen intensive Arbeiten am Wassernetz, auch 2020 und darüber hinaus sind umfangreiche Sanierungen geplant.

Großteil des Netzes schon saniert

Wassergebühren bleiben in Oberau gleich – noch

Möglicherweise müssen die Oberauer für ihr Trinkwasser bald tiefer in den Geldbeutel greifen: Auch 2020 sind teure Arbeiten am stellenweise maroden Leitungsnetz geplant. Noch aber bleiben die Gebühren gleich.

Oberau – Die Kluft ist gewaltig: Rund 330 000 Kubikmeter Wasser hat Oberau im Jahr 2018 gefördert. In den Haushalten angekommen sind davon aber nur knapp 200 000 Kubikmeter – der Rest ist im Untergrund versickert. Eine beispiellose Verschwendung, die die Gemeinde zwang, zu handeln. Und zwar mehr oder weniger zeitgleich mit dem Bau des Tunnels an der B2, denn dort ist die Ursache für die Schäden zu suchen: „Die durch die Sprengungen verursachten Erschütterungen werden als mitverantwortlich für die Undichtigkeiten gesehen“, informiert Erster Bürgermeister Peter Imminger (CSU).

Ein Großteil des Wassernetzes wurde schon saniert. „In den Ortsbereichen, in denen sich ältere Leitungen befinden oder die relativ nahe an der Tunneltrasse liegen, sind neue Leitungen verlegt worden“, schildert Imminger weiter. Betroffen waren Rohre in der Straße Am Gipsbruch, in der Flößerstraße, am Erlenweg sowie ander Alten Ettaler Straße. Vergangenes Jahr war der Streckenabschnitt an der B2 von der Einmündung in die Triftstraße bis zur Straße Am Gipsbruch an der Reihe. Derzeit laufen Sanierungen an der Unterfeldstraße im Abschnitt zwischen der Dorfmitte und dem Feuerwehrhaus.

Für 2020 und darüber hinaus sind Arbeiten im Bereich der Ettaler Straße sowie an weiteren Stellen im Ortskern geplant. Insgesamt eine kostenintensive Maßnahme, die bereits jetzt mit rund 1,7 Millionen Euro zu Buche schlägt. Ein weiterer Betrag „in siebenstelliger“ Höhe, wie der Rathauschef informiert, müsse noch für den anstehenden Bauabschnitt im Ortsteil Höfele aufgebracht werden. Erfreulich: Die Autobahndirektion Süd beteiligt sich am Aufwand mit 262 000 Euro.

Noch erhöhen sich die Kosten für die Bürger, die derzeit 1,68 Euro pro Kubikmeter zahlen, nicht, doch das könnte sich ändern: „Wenn die weiteren Ortsbereiche saniert werden, kann für die Zukunft eine Anhebung der Gebühren nicht ausgeschlossen werden“, drückt es Imminger vorsichtig aus. Das habe eine Kalkulation des Bayerischen Prüfungsverbandes ergeben.

Die Oberauer Wasserversorgung besteht aus drei Elementen: dem im Jahre 2007 in Betrieb genommenen Tiefbrunnen, einem Hochbehälter mit einem Speichervolumen von 1500 Kubikmetern und einem über 20 Kilometer langen Leitungssystem. Eine 2,2 Kilometer lange Leitung bringt das Wasser vom Tiefbrunnen zum Hochbehälter. Von dort wird es in die Haushalte gespeist.

Rafael Sala

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