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Vertrautes Bild: Stau am Autobahnende bei Eschenlohe.

Verkehrsprojekt zwischen Oberau und Eschenlohe 

Auerbergtunnel: Naturschützer verzichten auf Klage

Der Bund Naturschutz verzichtet auf eine Klage gegen den Auerbergtunnel. Es sei „nahezu aussichtslos“, eine „falsche Verkehrspolitik“ zu korrigieren.

Oberau/Eschenlohe – Vor rund zwei Wochen hatte der Bund Naturschutz (BN) noch die Frage offen gelassen, ob er gegen den geplanten Auerbergtunnel klagt. Jetzt ist die Entscheidung gefallen. „Wir lehnen den Auerbergtunnel grundsätzlich ab, weil er den Weg für noch mehr Autos in das Loisachtal öffnet“, betont Axel Doering, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Garmisch-Partenkirchen in einer Pressemitteilung. Mensch und Natur sind seiner Meinung nach die Leidtragenden. „Trotzdem werden wir auf eine Klage verzichten, weil es auf dem Klageweg nach aktueller Gesetzgebung und Rechtsprechung nahezu aussichtslos ist, eine falsche Verkehrspolitik zu korrigieren.“ 

Das besagte Verkehrsprojekt ist genehmigt: das Paket Auerbergtunnel enthält neben dem vierspurigen Ausbau der B 2 zwischen Autobahnende Eschenlohe und Oberau-Nord die neue Halbanschlussstelle der A 95 bei Weghaus.

Dem BN behagt all das gar nicht. „Auch im Verkehrsbereich muss endlich Klimaschutz betrieben werden“, kommentiert der BN-Landesvorsitzende Richard Mergner den Planfeststellungsbeschluss. „Daher fordern wir Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer auf, alle Straßenneubauprojekte zu stoppen und die Projekte des Bundesverkehrswegeplans unter Klimaschutzgesichtspunkten neu zu bewerten.“ Dieses Straßenbaumoratorium müsse auch den geplanten Auerbergtunnel umfassen. Der BN rechnet mit „noch größeren Blechlawinen“ im Loisachtal. „Für den notwendigen Ausbau der parallel laufenden Bahnlinie ist dagegen leider kein Geld im Bundesverkehrswegeplan eingestellt“, monieren die Naturschützer in der Presseerklärung.  

roy

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