Präsentiert ihr „tödliches Elsass“: Veronika Rusch.

Mit der Weißen Dame kommt der Tod

Benefizveranstaltung mit Florian Ritter: Autorin Rusch stellt neuen Krimi vor 

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Sie liest für den guten Zweck: Veronika Rusch präsentiert im Kulturpark Oberau ihren dritten Elsass-Krimi. Der Erlös geht an die Bürgerstiftung Mehrwert.

Oberau – In heller Panik läuft eine junge Frau mitten in der Nacht aus dem alten Herrenhaus. Ein Gespenst habe sie zu Tode erschreckt. Ein Glück für Hausherrn Hugo Filipier, der froh ist, seine Geliebte auf diese Weise elegant loszuwerden. Kurz darauf ist die Frau tot. Wasser auf den Mühlen der abergläubischen Dorfbewohner: La Dame Blanche, die Weiße Dame, Künderin nahenden Unheils, treibe in Eguisheim ihr Unwesen. „Die Gerüchte besagen, dass sie immer dann erscheint, wenn jemand stirbt“, sagt Veronika Rusch.

Sorgt für die Musik: Florian Ritter. 

In ihrem dritten Elsass-Krimi, den sie unter dem Pseudonym Jules Vitrac geschrieben hat, stehen die Sagen um besagtes Gespenst im Mittelpunkt. „Celeste versucht zunächst noch, vernünftig zu bleiben“, verrät die Garmisch-Partenkirchnerin. Und das Ganze mit sarkastischen Bemerkungen zu überspielen. Funktioniert aber leider nicht. Als Polizeichefin Kreydenweiss und ihr Kollege Luc Bato eine weitere Leiche im sonst so beschaulichen Eguisheim finden, haben sie einen handfesten Fall zu lösen.

„Tödliches Elsass“ heißt das dritte Buch um das sympathische Ermittler-Duo, das am Dienstag, 17. September, im Handel erscheint. Nur zwei Tage später, am Donnerstag, 19. September, präsentiert Rusch den druckfrischen Krimi für einen guten Zweck. Bei der Benefizveranstaltung der Bürgerstiftung Mehrwert und des Garmisch-Partenkirchner/Murnauer Tagblatts liest sie, begleitet von Florian Ritter an der Gitarre, im Kulturpark Oberau daraus vor. Der Erlös des Abends kommt der Stiftung zugute, die soziale Projekte und Initiativen im ganzen Landkreis unterstützt. „Ich finde es positiv, dass das Geld vor Ort verbleibt“, sagt die Autorin. Deshalb war es für sie und ihren musikalischen Partner auch keine Frage, dafür auf ihre Gage zu verzichten. „Uns geht’s so gut“, findet Rusch. „Da muss man doch auch etwas zurückgeben, sich einbringen.“ Ohne diesen Einsatz, den die Bürgerstiftung seit 2005 leistet, „würde vieles nicht funktionieren“, sagt die Schriftstellerin überzeugt. Ihr ist es deshalb wichtig, diese ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen. Passend zu den Textpassagen, die sie auswählt, sorgt Ritter für die musikalische Untermalung. Die beiden sind ein eingespieltes Duo, deshalb weiß Rusch auch: „Er macht richtig coole Sachen.“ Manchmal komponiert er etwas Neues oder er arrangiert Stücke um. Und das alles intuitiv, denn in der Regel liest der Gitarrist das Buch nicht vorher, sondern unterhält sich nur mit der Autorin über den jeweiligen Stoff.

Während sie sich auf die Lesung vorbereitet und sich wieder mit ihren lieb gewonnenen Ermittlern aus dem Elsass beschäftigt, schreibt sie parallel an einem neuen Fiona-Blum-Roman. Unter diesem Pseudonym entführt Rusch ihre Leser an Sehnsuchtsorte. Rom, Paris und Irland standen bereits auf ihrer Agenda. „Diesmal geht’s nach Umbrien“, verrät sie. Rund um den Trasimener See hat sie die Geschichte dreier Schwestern und ihres „etwas schwierigen Vaters“ angesiedelt, die einem Familiengeheimnis auf die Spur kommen.

Ruschs Bücher machen Lust, die Orte der Handlung zu erkunden. Das gilt auch für ihre Elsass-Krimis.  

Die Benefiz-Lesung

„Tödliches Elsass“ beginnt am Donnerstag, 19. September, um 19.30 Uhr bei jedem Wetter im Kulturpark Oberau (Schmiedeweg), der überdacht und mit Zeltwänden ausgestattet ist. Der Einlass startet bereits eine Stunde früher, damit sich die Besucher bei Brotzeit, Schupfnudeln und Getränken stärken können. Karten für zwölf Euro gibt’s bei GAP-Ticket in Garmisch-Partenkirchen (Telefon 0 88 21/7 30 19 95) und in der Tourist-Info Oberau (Telefon 0 88 24/9 39 73).

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