Die Feuerwehr musste einen Brand in Oberau löschen.
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Feuerwehrler wurden zu einem Brand in Oberau gerufen.

Ursache bislang unklar

Wohnung in Oberau brennt komplett aus: Bewohner schwer verletzt - Kripo nimmt Ermittlungen auf

Bei einem Wohnungsbrand in Oberau hat sich ein Mann schwere Verletzungen zugezogen. Die Feuerwehr war im Großeinsatz. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei.

Update vom 4. Oktober, 18.07 Uhr: Die starke Rauchentwicklung war am vergangenen Freitagnachmittag gegen 14.15 Uhr in Oberau schon von Weitem gut sichtbar. In der Rettungsleitstelle gingen dazu gleich mehrere Anrufe ein. Vor Ort erkannten die herbeigeeilten Einsatzkräfte der Feuerwehr sofort das Ausmaß der Katastrophe: In einer Dachgeschosswohnung, die sich in einem Mehrfamilienhaus an der Heubergstraße befindet, war ein Feuer ausgebrochen. „Die komplette Decke und ein Großteil der Einrichtung brannten“, berichtet Oberaus Kommandant Florian Schindlbeck.

Der Bewohner dieser Unterkunft hatte sich nach Feuerwehrangaben selbst in Sicherheit bringen können. Der Mann – nähere Angaben zur Person waren nicht zu erfahren – erlitt schwere, jedoch nicht lebensgefährliche Verletzungen. Es handelt sich dabei in erster Linie um Verbrennungen. Er wurde vom Rettungsdienst in ein Klinikum zur stationären Behandlung gebracht. Die anderen Bewohner des Hauses, die evakuiert wurden, kamen mit dem Schrecken davon.

Brand in Oberau: Feuerwehr ging mit schwerem Gerät vor

Die Feuerwehr – die Oberauer erhielten Unterstützung von ihren Kollegen aus Partenkirchen – ging mit Atemschutzträgern und schwerem Gerät, darunter eine große Drehleiter, vor. „Nach 20 Minuten hatten wir den Brand unter Kontrolle“, bilanziert Schindlbeck. Entscheidend: Ein Übergreifen der Flammen auf den Dachstuhl und die darunterliegenden Wohnungen konnte verhindert werden. „Wir sind noch rechtzeitig eingetroffen“, sagt Schindlbeck, der von einem „anspruchsvollen Einsatz“ spricht.

Feuerwehrmänner versuchen sich mit Atemschutzmasken Zugang zur Wohnung zu verschaffen.

„Der Wasserschaden ist minimal“, resümiert Oberaus erster Feuerwehrmann. Teilweise wurden angebrannte Einrichtungsgegenstände wie etwa Matratzen einfach vom Balkon geworfen, um sie anschließend im Freien komplett abzulöschen. Gegen 18 Uhr war der Einsatz, an dem insgesamt rund 50 Rettungskräfte beteiligt waren, beendet. Abends folgte dann noch eine Routineüberprüfung mit der Wärmebildkamera, um mögliche Glutnester aufzuspüren.

Der Sachschaden in der besagten Dachgeschosswohnung ist immens. Die Polizei geht von mindestens 100.000 Euro aus. Die anderen Wohnungen in dem Gebäude sind nach Einschätzung der Feuerwehr bewohnbar geblieben. Die Brandursache ist indessen noch unklar. „Hinweise für eine vorsätzliche Brandstiftung liegen derzeit nicht vor“, heißt es in einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Mit dem Fall beschäftigt sich jetzt die zuständige Kripo Garmisch-Partenkirchen. Bereits am Freitag waren Vertreter des Kriminaldauerdienstes aus Weilheim vor Ort, um eine erste Begutachtung der ausgebrannten Wohnung vorzunehmen.

Feuer in Oberau: Flammen lodern in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses

(Erstmeldung) Oberau - Am Freitagnachmittag (2. Oktober) wurde die Integrierte Leitstelle Oberland gegen 14.15 Uhr über einen Wohnungsbrand in Oberau informiert. Die örtlichen und umliegenden Feuerwehren mussten mit schwerem Gerät und Atemschutz gegen die Flammen in einer Wohnung im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses in der Heubergstraße kämpfen, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Den Einsatzkräften gelang es, ein Übergreifen auf den Dachstuhl und darunterliegende Wohnungen zu verhindern. Der Wohnungsinhaber wurde schwer, jedoch nicht lebensgefährlich verletzt und vom verständigten Rettungsdienst in ein Klinikum eingeliefert. Der Sachschaden wird im niederen sechsstelligen Bereich vermutet.

Brand in Oberau: Inhaber schwer verletzt, Polizei ermittelt

Noch am Freitagnachmittag hat der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Weilheim die Ermittlungen aufgenommen und eine erste Begutachtung der ausgebrannten Wohnung vorgenommen.

Die Brandursache ist derzeit noch unklar. Hinweise für eine vorsätzliche Brandstiftung liegen derzeit nicht vor. Zur Klärung der Brandursache wird die örtlich zuständige Kriminalpolizeistation Garmisch-Partenkirchen in den kommenden Tagen die Ermittlungen übernehmen. (mm) Bei einem Verkehrsunfall nahe Garmisch-Partenkirchen ist ein Rennradfahrer tödlich verunglückt. Auf dem Radweg war er von einem Lkw erfasst worden.

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