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Die B 2 ohne Autos – das ist fast historisch und gehört schon wieder der Vergangenheit an. Das Staatliche Bauamt Weilheim hebt die Sperrung der Nord-Süd-Verbindungsachse nach nicht einmal eineinhalb Tagen wieder auf. 

Bahn frei

Sperrung der B2 aufgehoben - zwei  wesentliche Gründe für schnelle Abwicklung der Arbeiten

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Das ging schnell. Die Rodungsarbeiten an der B2 waren deutlich früher fertig als gedacht. 400 Bäume wurden in nicht einmal einmal eineinhalb Tagen entfernt.

Landkreis – „Wahnsinn“, sagt Nadine Heiß. Pure Begeisterung sprudelt aus ihr heraus. Die Abteilungsleiterin Straßenbau für den Landkreis am Staatlichen Bauamt Weilheim war am Dienstag vor Ort, begutachtete die Rodungsarbeiten an der B 2 zwischen Oberau und Eschenlohe. „Ich hab’ den Mund nicht mehr zugebracht.“ Die zuständige Landschaftspflegefirma Mayr legte ein unwahrscheinliches Tempo vor. Gegen 17 Uhr stand fest: Die Vollsperrung der B 2 kann statt am Samstag, 12. Oktober, bereits am Mittwoch aufgehoben werden. Ab 10 Uhr rollte der Verkehr wieder.

Von einer „schönen Nachricht“ spricht Heiß. Eine, die andere aber vielleicht sogar ein bisschen ärgert. Immerhin gibt es Menschen, die wegen der Sperrung extra frei genommen oder Zimmer gebucht haben, um die Strecke zu meiden. „Wie man’s macht, macht man’s falsch“, sagt die Abteilungsleiterin und betont, stets auf ein mögliches früheres Ende der Arbeiten hingewiesen zu haben.

Lesen Sie auch: Sperrung der B 2 zwischen Eschenlohe und Oberau aufgehoben - Verkehr fließt wieder

400 zum Teil mächtige Bäume wurden entfernt. In weniger als eineinhalb Tagen. Alles lief ideal ab, sagt sie. Das Wetter spielte mit, die Geräte blieben intakt, das Team funktionierte. 25 Männer waren beschäftigt, darunter vier Kletterer. Zudem kamen zwei Autokräne, zwei Bagger und eine Hebebühne zum Einsatz. Sechs Lkw transportierten das abgeholzte Material ab. „Es musste ja alles ruckzuck gehen“, sagt Hubert Mayr, Chef des zuständigen Kochler Betriebs. Schließlich sollte die B 2 so schnell wie möglich wieder befahrbar sein.

Bonus als „richtiger Anreiz“

Selbst für ihn, der seit 20 Jahren im Geschäft ist, waren die Arbeiten „schon besonders“. Am Dienstag um 4 Uhr nachts ging’s für seine Mannschaft zur Baustelle, erst am Mittwochfrüh um 2 Uhr zurück ins Bett. „Wir sind beieinander gestanden“, erzählt der Chef, „und haben gesagt: ,Respekt‘“. 

Für Heiß spielten zwei Faktoren eine ausschlaggebende Rolle für die rasante Abwicklung. Zum einen die „perfekte Vorbereitung“ der Firma, zum anderen der Bonus, den das Bauamt versprochen hat, sollte sie schneller fertig sein. Damit, meint die Abteilungsleiterin, „haben wir die richtigen Anreize geschaffen“. Mayr findet die Prämie für gerechtfertigt, denn die Arbeiter hätten Höchstleistungen erbracht, um die B 2 zügig für den Verkehr zu öffnen.

Ein ungehindertes Befahren ist nun bis einschließlich Sonntag, 13. Oktober, möglich. Dann greift eine österreichische Fachfirma an und erstellt den neuen notwendigen Steinschlagschutzzaun. Ein Bonus steht auch diesmal in Aussicht. Für jeden Tag, an dem es keiner halbseitigen Sperrung bedarf. Derzeit rechnet man damit bis 6. Dezember. „Jeder Tag ohne Ampelregelung“, betont Heiß, „ist wichtig.“

Das Staatliche Bauamt

bittet Verkehrsteilnehmer, den Baustellen-Bereich an der B 2 – falls möglich – zu umfahren oder alternative Verkehrsmittel wie die Bahn oder das Rad zu nutzen.

Mehr zum Thema:

Akute Steinschlaggefahr: Nadelöhr an B2 wird dicht gemacht - Was die täglichen 20.000 Pendler erwartet

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