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Gefahrenzone: An der Mühl- / Ecke Heubergstraße will die Gemeinde ein absolutes Halteverbot einrichten sowie einen Verkehrsspiegel aufstellen lassen. 

Kinder überqueren die Straße

Gefährliche Stellen für Fußgänger: So soll das Problem entschärft werden

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Immer wieder kommt es an einigen Stellen in Oberau zu gefährlichen Situationen zwischen Autofahrern und Fußgängern. Die Freien Wähler wollen die Verkehrssicherheit spürbar erhöhen und haben entsprechende Anträge im Gemeinderat gestellt. 

Oberau –Eine besonders heikle Stelle ist die Kreuzung an der Heuberg- / Ecke Mühlstraße. Das Problem: Der Bereich dort ist infolge ausladender Böschung und Bebauung nur schlecht einsehbar. Immer wieder sei es dort zu gefährlichen „Beinahunfällen“ gekommen, wie die Ratsmitglieder besorgt festhielten. „Besonders kritisch ist das Zusammentreffen zwischen Fußgängern und Autofahrern, die hier gerne die Kurve schneiden“, heißt es im Antrag der Freien Wählergemeinschaft (FWG). Um die Situation zu entschärfen, will die Gemeinde nun im Kreuzungsbereich ein absolutes Halteverbot einrichten sowie einen beidseitigen Verkehrsspiegel installieren lassen.

Drängend ist das Problem aus Sicht der Gemeinderäte vor allem deswegen, weil Kinder vor Schulbeginn und zur Mittagszeit den Bereich überqueren. Die Alternativmöglichkeit, die Hecken dort zu beschneiden, um die Sicht zu verbessern, hielt Bürgermeister Peter Imminger (CSU) für wenig sinnvoll: „Das Problem wird am besten durch einen Spiegel gelöst. Das Problem mit den Hecken gibt es überall – in jeder Gemeinde“, betonte er.

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Der zweite Punkt betrifft den markierten Überweg an der Mühlstraße im Ausfahrtsbereich zur hochfrequentierten B23 – eine besonders kritische Stelle, schilderte Josef Lohr (FWG) mit Bezug auf die dort vorhandene gestrichelte Linie: Diese suggeriere „eine nicht vorhandene Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern“. Immer wieder sei es an der Stelle zu „erheblichen Konflikten“ und „leider auch immer wieder zu kleineren Unfällen“ gekommen. Um den Überweg nun „eindeutig“ zu kennzeichnen, wie es der Antrag vorsieht, soll am jeweiligen Ende des Fußwegs zur Mühlstraße eine Stopp-Kennzeichnung auf dem Asphalt aufgetragen werden. Mit dieser seien die Vorfahrtsregelungen künftig klar definiert, wie es das 14 Mitglieder starke Gremium sah.

Es gab schon einen Unfall mit einem Kind

Kopfschmerzen bereitet der Gemeinde Oberau auch der Bushaltestellen-Bereich an der viel befahrenen und gerade an dieser hochsensiblen Stelle der B23. Seit es dort zu einem Unfall mit einem Kind gekommen war, „betrachten wir die dortige Verkehrssituation mit kritischem Blick“, heißt es im Antrag. Gefährdet seien vor allem Senioren und Bürger, die mit dem Bus ankommen und zum Aldi gehen möchten. Die Kommunalpolitiker fordern eine intensive Beobachtung der „oft hanebüchenen Übertrittsmanöver“ von Fußgängern. Eine Lösung könne eine temporäre Querungshilfe herbeiführen – ein durch eine gestrichelte Linie markierter Überweg. Lohr sieht eine deutliche Entspannung mit dieser Idee in dem kritischen Bereich: „Ein verkehrssicherer Weg zum Aldi wäre auf diese Weise gegeben.“ Geprüft werden muss das Vorhaben aber vorab von der Polizei und vom Landratsamt.

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Ohne viel Federlesens hat der Oberauer Gemeinderat in seiner Sitzung die drei Beschlussvorlagen der Freie Wählergemeinschaft genehmigt. Alle Maßnahmen sollen angesichts der Gefahrensituation an den jeweiligen Örtlichkeiten möglichst bald umgesetzt werden. Teils müssen sie die Behörden aber noch prüfen.

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