Josef Lohr (l.) tritt gegen Peter Imminger (r.) als Bürgermeister-Kandidat an.
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Josef Lohr (l.) tritt gegen Peter Imminger (r.) als Bürgermeister-Kandidat an.

Er ist 39 Jahre alt

Josef Lohr kandidiert für Amt des Bürgermeisters

  • vonBarbara Falkenberg
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Freie Wähler-Gemeinderat Josef Lohr kandidiert nicht nur fürs Amt des Bürgermeisters, sondern übernimmt auch den Posten des Vorsitzenden.

Oberau – Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Josef Lohr ist nicht nur der neue Ortsvorsitzende, sondern tritt auch als Bürgermeisterkandidat für die Freie Wähler Gemeinschaft Oberau an. Ob es zum Kampf gegen den amtierenden Rathauschef Peter Imminger (CSU) kommt, der das Amt mittlerweile seit 24 Jahren innehat, ist noch offen. Imminger hat sich zu einer erneuten Kandidatur bislang nicht offiziell geäußert. 

Auf der Informationsveranstaltung im Gasthof Untermberg in Oberau stellte sich Lohr vor, der von seiner Partei einstimmig als Kandidat ins Rennen geschickt wird, und präsentierte den etwa 30 Zuhörern sein Wahlprogramm. Er sei, so der Vater zweier Kinder im Alter von sieben und neun Jahren,von ganzem Herzen Oberauer. „Ich möchte mich für meinen Heimatort stark machen.“ 

Nach einem Studium der Forstwissenschaft an der TU München ging er in die freie Wirtschaft und ist heute Abteilungsleiter bei der Firma Langmatz. Als Betriebsrat setzt er sich auch für die Rechte der Arbeitnehmer ein, „weil ich etwas bewegen möchte“. Er schätze Peter Imminger sehr, doch ein Generationenwechsel würde dem Ort gut tun. „Wir haben kleine Kinder und sind für deren Zukunft verantwortlich“, sagte er, der seit neun Jahren Mitglied bei den Freien Wählern ist und seit dieser Periode im Gemeinderat sitzt, in seiner engagierten Rede. 

Alle Kandidaten im Überblick

Wie heimatverbunden der 39-Jährige ist, zeigt nicht zuletzt seine Mitgliedschaft in zahlreichen Vereinen. 20 Jahre war er bei den Plattlern, ist Mitglied des Trommlerzugs und Bereitschaftsleiter der Bergwacht. „Seit drei Jahren bin ich auch noch begeisterter Imker“, verriet er dem Publikum, in dem auch Mutter und Ehefrau saßen. „Ohne deren Einverständnis hätte ich auf eine Kandidatur verzichtet“, sagte Lohr. 

Zum Wahlprogramm gehören neben den ökonomischen Zielen wie der Stärkung der Wirtschaft und dem Erhalt der innerörtlichen Nahversorgung auch soziale und ökologische Themen. Mehr Bürgernähe wünscht sich Lohr, will eine Bürger-App, eine Bürgersprechstunde einmal im Monat und eine jährliche Bürgerversammlung etablieren. Ein Jugendpavillon und ein Treffpunkt für die Senioren schweben ihm genauso vor wie ein Barfußpfad, ein Kneippbecken und ein Dorf- Café, als Treffpunkte für alle Generationen. 

In Sachen Klimawandel möchte er einen Photovoltaik-Park in Oberau prüfen lassen und den CO2 Ausstoß in kommunalen Liegenschaften um 30 Prozent senken. „Oberau soll seine Energie selbst erzeugen und auch über Fernwärme denken wir nach“, meinte Lohr. Sein Heimatort solle noch attraktiver und besser werden. „Ich brenne für unser Programm.“ Nicht zuletzt sei es wichtig, schon heute darüber nachzudenken und Konzepte zu entwickeln, wie man in Oberau künftig ohne Bundesstraße leben werde. „Unser Ort steht an einem wichtigen Scheidepunkt“, erklärte Lohr, „ich möchte dazu beitragen, ihn in Zukunft noch lebenswerter zu gestalten.“

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