Schülerin bemerkt in Not geratenes Mädchen (4) in See: Hilfe kommt zu spät - Kind stirbt

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Auf der Loisach: Mit Rafts sucht die Wasserwacht nach dem Vermissten.

Einsatzkräfte aus dem gesamten Oberland rücken aus

Suche bei strömenden Regen: Mann (79) vermisst - Hund beweist den richtigen Riecher

  • Manuela Schauer
    vonManuela Schauer
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Stundenlang war er verschwunden. Etwa 90 Einsatzkräfte suchten einen demenzkranken Oberauer. Ohne auch nur einen Anhaltspunkt zu haben. 

Oberau– Er hätte überall sein können. Niemand wusste, wo sich der 79-Jährige aufhielt. In welche Richtung und wie weit der Oberauer zu Fuß gegangen ist. Viele Stunden war er schon weg. „Wir hatten keinen Anhaltspunkt“, sagt Florian Schindlbeck, Kommandant der Feuerwehr Oberau. Die Ehefrau hatte ihren demenzkranken Mann am Donnerstagmittag bei der Polizei als vermisst gemeldet, nachdem er seit dem Vorabend verschwunden war.

Ausgehend von der Wohnadresse des Verschollenen durchkämmten daraufhin rund 90 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei inklusive Hunden und Hubschrauber, Bergwacht, BRK samt Rettungshundestaffeln aus dem gesamten Oberland wie Weilheim und Bad Tölz das Gebiet zwischen Farchant und Eschenlohe. „Der Bereich wurde in Abschnitte eingeteilt“, erklärt Jörg Jovy vom BRK-Kreisverband Garmisch-Partenkirchen. Wanderwege grasten die Rettungsorganisationen nach dem Mann ab. Die Wasserwacht fuhr mit zwei Rafts die Loisach zwischen Oberau und Farchant ab. Nichts, keine Spur von dem Senior. „Wir hatten Angst“, sagt Jovy, „dass wir eine Totensuche haben.“

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Doch die großangelegte Aktion nahm entgegen der Befürchtungen ein glückliches Ende. Einer der Suchhunde schlug gegen Abend bei der evangelischen Kirche im Heimatort des Vermissten an. Eine Mannschaft der Feuerwehr – 35 Kräfte aus Oberau waren insgesamt ausgerückt – gingen der Spur nach. Gegen 21 Uhr entdeckten Schindlbecks Kameraden den Mann beim Georgskircherl am alten Friedhof. Etwas durchnässt, aber ansonsten wohlauf, teilt die Polizei mit. Wo sich der Mann die ganze Zeit über aufgehalten hatte, wissen weder Jovy noch Schindlbeck. „Man hat’s nicht aus ihm rausgebracht“, sagt der Kommandant, der selbst nicht vor Ort dabei gewesen ist. Der Rettungsdienst brachte den 79-Jährigen vorsorglich zur weiteren Behandlung ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen.  

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