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Ein lebensgefährlicher Ort: Eguisheim im Elsass.

Veranstaltung für den guten Zweck

Mysteriöse Todesfälle im Elsass: Autorin Rusch liest im Oberauer Kulturpark

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Der dritte Elsass-Krimi von Veronika Rusch ist nun erhältlich. Wer die Autorin live erleben möchte, wie sie daraus liest, ist bei der Benefizveranstaltung in Oberau richtig.

Garmisch-Partenkirchen/Oberau– Sie sind einfach ein gutes Team. Eines, das sich auch von der vorgesetzten Dienststelle in Colmar nicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Treibt ein Mörder in ihrem Dorf, dem beschaulichen Eguisheim, sein Unwesen, dann sind Céleste Kreydenweiss und Luc Bato zur Stelle. Zum dritten Mal schickt Veronika Rusch unter dem Pseudonym Jules Vitrac ihr sympathisches Ermittler-Duo auf Spurensuche. „Tödliches Elsass“ heißt der aktuelle Krimi der Garmisch-Partenkirchnerin, der seit Dienstag im Buchhandel erhältlich ist. Für den guten Zweck präsentiert Rusch ausgewählte Passagen daraus am Donnerstag, 19. September, bei der Benefizlesung des Garmisch-Partenkirchner/Murnauer Tagblatts und der Bürgerstiftung Mehrwert. Beginn ist um 19.30 Uhr im Kulturpark Oberau. Begleitet wird Rusch von Florian Ritter an der Gitarre.

Zunächst sehen sich Céleste und Luc nur mit dem Aberglauben der Dorfbewohner konfrontiert. Daran, dass die Weiße Frau ihr Unwesen treibt und bösen Menschen den Tod bringt, glauben beide nicht. Als die junge Frau, der das vermeintliche Gespenst als erstes erschienen ist, plötzlich tot auf der Veranda ihres Liebhabers liegt, deutet alles auf einen natürlichen Tod hin – vor lauter Schreck soll ihr Herz stehen geblieben sein.

Rusch, bekennender Fan des Elsass, seiner Menschen und seiner Küche, hat sich für ihr aktuelles Buch mit der Sagenwelt der Region vertraut gemach. „Etwas schräg“ nennt sie die Morde, mit denen sich Kreydenweiss und Bato beschäftigen müssen. „Ich schaue immer, dass es etwas geheimnisvoll ist.“

Großes Rätselraten

Genau das ist ihr in ihrem aktuellen Fall perfekt gelungen. Die beiden Gemeindepolizisten versuchen, die kursierenden Schauergeschichten zu ignorieren, glauben aber auch nicht an die Plötzlicher-Herztod-Theorie der Colmarer Kollegen. Auf Célestes Bitte untersucht der Gerichtsmedizin-Praktikant die junge Frau noch einmal und macht eine überraschende Entdeckung. Als dann noch ein unauffälliger, alter Mann, der zurückgezogen am Ortsrand lebt, tot in seiner Werkstatt gefunden wird, ist das Rätselraten groß. Der Glaser wurde eindeutig ermordet. Mit einem Bleimesser. Aber warum? Und besteht ein Zusammenhang zu der jungen Frau? Céleste und Luc fühlen sich, als müssten sie ein Puzzle zusammenbauen, bei dem etliche Teile fehlen. Immer tiefer tauchen sie ein ins Straßbourger Rotlicht-Viertel, die Vergangenheit des vermeintlich harmlosen Glasers und das Geschehen in Eguisheim.

Dass es dort nicht nur idyllisch und urig, sondern auch lebensgefährlich sein kann, beweist Rusch in ihrem dritten Krimi. Für die Autorin sind Kreydenweiss und Bato längst gute Bekannte, fast schon Freunde. „Ich weiß, wie sie reagieren, kenne ihre Eigenheiten.“ In „Tödliches Elsass“ gewährt sie dem schüchternen Luc mehr Raum, lässt ihm mehr Freiheiten, seinem Instinkt zu folgen und schweißt ihre sympathischen Ermittler dadurch noch mehr zusammen.

Wer letztlich hinter den mysteriösen Todesfällen steckt und was es mit der Erscheinung der Weißen Frau auf sich hat, bleibt dem Leser lange verborgen. Erst nach gut 300 Seiten wird klar, dass alle bislang auf der völlig falschen Fährte waren. Man darf gespannt sein, wie viel Veronika Rusch bei der Buchpremiere in Oberau verrät.

Weitere Informationen zur Benefiz-Veranstaltung

Eine Krimilesung hat es im Oberauer Kulturpark noch nicht gegeben. „Das ist definitiv eine Premiere“, sagt André Fuchs. Mehr noch. „Es wäre die erste Veranstaltung dort, die schiefläuft“. Dass dieser Fall eintritt, daran verschwendet er keinen Gedanken. Er sorgt dafür, dass die Lesung mit Veronika Rusch und Musik von Florian Ritter in gemütlichem Ambiente stattfindet. „Ich habe tolle Requisiten“, betont Fuchs. Sie vermitteln Wohnzimmer-Atmosphäre. Das Zelt ist geschlossen, nirgend’s zieht es rein. Decken für die Besucher stehen dennoch zur Verfügung. „Schlechtes Wetter“, sagt er, „ist also keine Ausrede, nicht zu kommen.“ Kulinarisch dürfen sich die Gäste auf Schupfnudeln mit Kraut und Apfelmus freuen. Beim zweiten Gericht ist er noch unentschlossen. Eines weiß er aber mit Sicherheit: Genug für alle wird da sein. Vorverkauf: Karten für zwölf Euro sind bei Gap-Ticket oder bei der Tourist-Info in Oberau erhältlich.

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