Soll eine asphaltierte Radstrecke werden: der Weg entlang der Bahnlinie zwischen Farchant und Oberau.
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Soll eine asphaltierte Radstrecke werden: der Weg entlang der Bahnlinie zwischen Farchant und Oberau.

Gemeinden planen Bauprojekt

Zwischen Oberau und Farchant: Radler bekommen Schnellstrecke

  • Andreas Seiler
    vonAndreas Seiler
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Den Wunsch nach einem Radweg, der die beiden Gemeinden Oberau und Farchant miteinander verbindet, gibt es schon länger. Doch nun nimmt das Projekt konkrete Formen an – nach positiven Signalen aus dem Bayerischen Verkehrsministerium. Geplant ist eine asphaltierte Strecke, die entlang der Bahnlinie verläuft.

Oberau/Farchant – Die CSU-Bürgermeister Peter Imminger (Oberau) und Christian Hornsteiner (Farchant) konnten für ihr Anliegen einen prominenten und einflussreichen Parteifreund gewinnen: Zusammen mit Alexander Dobrindt, Wahlkreisabgeordneter und CSU-Landesgruppenchef im Deutschen Bundestag, starteten sie eine Initiative für einen Radweg zwischen ihren Heimatgemeinden. Der Anlass für den Vorstoß: der Bau der Ortsumfahrung Oberau samt B2-Tunnel. Denn bei Straßenbau-Projekten dieser Größe soll auch das Thema Radverkehr berücksichtigt werden.

Radverkehr gewinnt an Bedeutung

Für die drei Christsozialen steht fest: „Wir sehen den Bau einer sicheren und gut ausgebauten Radwegverbindung zwischen beiden Orten als notwendig an“, heißt es in einem gemeinsamen Schreiben, das unter anderem an die Verkehrsministerien des Bundes und des Freistaats ging. Und weiter: „Der Radverkehr gewinnt zunehmend an Bedeutung, was eine Verbesserung der Infrastruktur erforderlich macht.“

Der Wunsch fand Gehör. Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) gab grünes Licht. „Auch mir ist es ein besonderes Anliegen, den Radverkehr zu stärken“, erklärt die Spitzenpolitikerin. Der Deal sieht wie folgt aus: Die Kommunen Oberau und Farchant planen die besagte Verbindung – und das Staatliche Bauamt Weilheim setzt diese mit Mitteln des Bundes um. Eine konkrete Summe war nicht zu erfahren.

Kiesweg bereits vorhanden

Das Vorhaben dürfte bautechnisch relativ unkompliziert sein: Denn östlich der Bahnlinie besteht bereits ein landwirtschaftlicher Kiesweg. Dieser müsste auf einer Strecke von etwa 2,4 Kilometern lediglich asphaltiert werden. Dann hätte man nicht nur eine schnelle Route für Radfahrer geschaffen, sondern zugleich einen Lückenschluss in der Radwegeverbindung im oberen Loisachtal zwischen Murnau und Garmisch-Partenkirchen.

Oberaus Rathauschef Imminger will in der Sache Gas geben – und gibt sich optimistisch, was den Zeitplan angeht. Seiner Einschätzung nach könnte die neue Strecke – wenn alles glatt läuft – bereits nächstes Jahr fertiggestellt sein. Das Ziel ist klar: Es sollen mehr Menschen fürs Radfahren gewonnen werden, um das Autoaufkommen im chronisch überlasteten Landkreis zumindest etwas zu reduzieren.

Eine Hürde gilt es zu nehmen: „Wir müssen das mit den Anliegern abstimmen“, erklärt Immingers Amtskollege Hornsteiner. Es geht dabei um Eigentums- und Wegerechte. Der vorhandene Wirtschaftsweg, der genutzt werden soll, hat nämlich gleich mehrere Besitzer. Dazu zählen Privatpersonen, die Deutsche Bahn und die beiden Gemeinden.

Im Staatlichen Bauamt ist man jedenfalls startklar: „Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, können wir übernehmen“, heißt es aus der Behörde.

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