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Skate-Spaß wie in Garmisch-Partenkirchen ist eine Option, die Oberau Heranwachsenden bieten könnte.

Die Wünsche der Heranwachsenden ausloten

Skatepark oder BMX-Bahn? Jetzt ist die Oberauer Jugend gefragt

Was kann eine Gemeinde für ihre Heranwachsenden tun, damit sie mehr Spaß in ihrem Heimatort haben? Einen Skatepark bauen? Eine BMX-Bahn installieren? Für Oberau ist beides denkbar.

Der Gemeinderat Josef Lohr, der auch in der Bergwacht aktiv ist, hat die Diskussion angestoßen.

Oberau – Ein Angebot, das ins Internet gestellt wurde, war der Anstoß für eine interessante Entwicklung in Oberau. Dort würde der Gemeinderat gern etwas für die Jugend im Dorf tun. Ohne allerdings zu wissen, ob ein solches Engagement gebraucht wird. „Wir sollten schauen, ob überhaupt Bedarf da ist“, schlug Josef Lohr (Freie Wähler) vor und sprach damit seinen Kollegen im Gremium aus der Seele. Er war es auch, der im Sommer auf ein Online-Schnäppchen aufmerksam geworden war: Auf eine komplette Skate-Anlage, die, wie Lohr erklärte, zu einem vielfach günstigeren Preis ersteigert werden konnte. Seine Idee: Oberau könnte die Rampen, Boxen und Pipes in den Sommermonaten auf den dann wenig genutzten Eisplatz aufbauen. „Die Anlage hatte aber keinen TÜV mehr“, sagte Lohr über seine Nachforschungen. Damit wurde dieses Angebot uninteressant. Die Idee, die Flächen für Jugendliche zu nutzen, blieb hingegen spannend.

Bürgermeister Peter Imminger (CSU) zeigte sich ob dieses Vorstoßes grundsätzlich offen. Zwar fragte er sich, ob der Platz wirklich im Sommer derart ungenutzt ist. Er erklärte aber: „Wir sollten uns mit dem Thema auseinandersetzen.“ Dafür müsse man zunächst herausfinden, was eigentlich die Jugendlichen wollen.

Noch viele offene Fragen

Schnell entschied sich die Runde dafür, die Heranwachsenden im Ort per Fragebogen anzuschreiben. Das Projekt wurde in die Hände des Jugendbeauftragten Roland Baumgärtner (CSU) gegeben. Mit ihm will sich Imminger im Rathaus zusammensetzen und die Fragebögen ausarbeiten.

Wichtig ist den Kommunalpolitikern auszuloten, ob ein Skatepark gewollt wäre. Oder eher eine BMX-Bahn? Und wie man möglichen Wünschen überhaupt nachkommen könnte. Einig war sich das Gremium, keine halbherzigen Vorstöße zu unternehmen. „Wenn wir was anschaffen, dann etwas Gescheites“, gab Johann Klein (Freie Wähler) die Marschroute vor. Nachdem Günter Meck (CSU) davor gewarnt hatte, aus Spargründen eine Billigversion zu kaufen. „Von der man nicht weiß, ob sie den Ansprüchen genügt.“ Generell waren sich alle einig, dass beim Thema Skatepark auch zu hinterfragen sei, ob das große Angebot in Garmisch-Partenkirchen nicht schon derart attraktiv ist, dass nichts Kleines mehr im Dorf gebraucht wird.

Im Kreisort können die Jugendlichen auf fest installierten Rampen und Beton-Hindernissen skaten. In Oberau sind hingegen einzelne Module denkbar, die man aufstellt. In diesem Punkt gab Rathaus-Geschäftsführer Robert Zankel zu bedenken, dass diese derart gut befestigt werden müssen, dass alle Sicherheitsstandards eingehalten werden.

Der Ball ist ins Rollen gebracht. Viele Frage sind bei diesem Thema offen. Die ersten Antworten sollen nun die Jugendlichen selbst geben.

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