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„B2 neu, Sprengung!“: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (M.) sprengt im Beisein von Landtagsabgeordneten Harald Kühn (l.) und Baustellen-Chef Karsten Läufer einige Meter Tunnelsohle weg. 

Minister besucht Baustelle 

Tunnel Oberau: Dobrindt lässt’s wieder krachen

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat zum zweiten Mal eine Sprengung im Oberau Tunnel ausgelöst. Bald kann Durchbruch gefeiert werden.

Oberau– Es gibt Dinge im Leben, zu denen kommt man, oder eben nicht. Zum Beispiel zu dem Vergnügen, bei einem Tunnelbau eine Sprengung auszulösen. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte dazu schon im vergangenen Jahr bei der Ortsumfahrung Oberau Gelegenheit. Als oberster Bauherr war er auch heuer ein gern gesehener Gast auf der Tunnelbaustelle. Mit dem medienwirksamen Termin sollte die Wertschätzung für die Arbeit aller Beteiligten zum Ausdruck gebracht werden. Dass Dobrindt beim „Ballern“ richtig Spaß hat, war aber auch deutlich sichtbar.

„Tunnel Oberau, B 2 neu, Sprengung!“, rief der Minister. Dann drückte er den Knopf. Es folgte ein lauter Knall, eine Druckwelle und ein breites Strahlen in Dobrindts Gesicht. „Das ist natürlich ein Vorteil, den mein Beruf mit sich bringt“, sagt er zu der Möglichkeit, als Sprengmeister aufzutreten. Wenn auch der Wums im vergangenen Jahr deutlich größer war. Damals befand sich der Vortrieb bei 730 Metern. Inzwischen ist die Mannschaft der Weströhre schon bei 2010,3 Metern. „Das Schlimmste haben wir hinter uns“, sagte Professor Wolfgang Wüst, Chef der zuständigen Autobahndirektion Südbayern. „Wir können uns den Schweiß von der Stirn wischen.“ Denn der größte Teil der schwierigen Passage durchs Gießenbachtal ist geschafft. Nicht mehr lang und die Arbeiter lassen die Lockergesteinsschicht hinter sich, dann wird wieder durch Stein gesprengt.

„Es wird hier super gearbeitet“, sagte Dobrindt nicht ohne Stolz. Die Ortsumfahrung sei derzeit die spannendste Baustelle im Freistaat. Es wird der längste Straßentunnel Bayerns gebaut.

Der nächste wichtige Termin ist für den 22. Juli geplant: Dann gibt es für die Bürger wieder einen Tag der offenen Tür. Frühestens Mitte Oktober, spätestens Anfang November wird dann richtig gefeiert: Dann steht der erste Durchbruch in der Weströhre an. Es geht vorwärts. Der Tunnelbau, der bis 2021 fertiggestellt sein soll, ist weiter im Zeitplan.

Bereits in diesem Sommer, erklärte Projektleiter Karsten Läufer, beginnt der Innenausbau. Dazu gehören auch Sohle-Sprengungen. An Dobrindt war es, bei Meter 1310, also weit hinter dem eigentlichen Vortrieb, aufs Knöpfchen zu drücken. Nach dem erfolgreichen Abschlag übergab er, so wie es der Brauch bei „Fremd“-Sprengungen will, eine Kiste Bier an die Mineure. Die durften mit Ettaler Bier auf den Ministerbesuch anstoßen. 

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