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Neben der Urnenwand gibt es nun eine neue Bestattungsmöglichkeit in Oberau: die Urnenwiese.

Neues Angebot am Friedhof

120 Plätze in der neuen Oberauer Urnenwiese

Neben Urnenmauer und Erdgrab gibt es in Oberau ab Dezember auch das Wiesengrab. Diese fasst bis zu 120 Aschenbehälter. Es ist die billigste Bestattungs-Variante.

Oberau – Jetzt, zwischen Allerheiligen und Totensonntag, ist wieder die Zeit, da man öfter als sonst über Themen wie Friedhof und Beerdigung spricht. So auch der Gemeinderat Oberau, der wichtige Beschlüsse über diese Dinge fasste. Genauer gesagt: Jene beiden Gemeindesatzungen, die sich mit der Totenbestattung und deren Kosten im gemeindlichen Friedhof befassen, wurden an die heutige Zeit angepasst. In Oberau steht nicht nur das übliche Gräberangebot von der Einzel- und Familiengrabstätte sowie der Urnennische zur Verfügung, sondern es ist neuerdings auch die Wiesenbestattung möglich.

Dafür hat der Gemeinderat schon vor einiger Zeit eine rund 200 Quadratmeter messende Grundfläche auf dem Rasen links neben der Leichenhalle ausersehen. Jetzt beschlossen die Kommunalpolitiker auch deren amtliche Fixierung in den Satzungen. Neben den in der Urnenmauer platzierten Grabstätten und jenen, die in ein Erdgrab versenkt werden, gibt es nämlich ab Dezember das Wiesengrab.

Doch während die bisher üblichen Urnengräber je nach Größe zwischen zwei und acht Aschenbehälter aufnehmen können, schaut’s bei der Gemeinschaftsgrabstätte eher nach Masse aus. „Diese Urnenwiese fasst bis zu 120 Aschenbehälter“, sagte Rathaus-Verwaltungsleiter Robert Zankel. Die Ruhezeit in dieser Wiese könne nicht über 15 Jahre hinaus verlängert werden. Bei allen anderen Gräbern sei dies möglich.

Dafür ist das Gemeinschaftsgrab auch das mit Abstand billigste im ganzen Friedhof: 15 Jahre Ruhe in dieser Wiese kosten lediglich 460 Euro, während beispielsweise ein normales Einzelgrab für Erwachsene auf 510 Euro kommt, ein Doppelgrab auf 870 und ein Familiengrab mit drei Plätzen immerhin 1230 Euro verschlingt.

Wolfgang Kaiser

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