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Der Umzug war der Höhepunkt zum 95-jährigen Bestehen des VTV Oberau.

Mittelpunkt der Gemeinde

Das war das Geburtstagsfest des Volkstrachtenvereins Oberau

Oberau - Die 95-Jahr-Feier des Oberauer Volkstrachtenvereins Almarausch hat gezeigt, wie verwurzelt die Trachtler im Ort sind. Die Festlichkeiten, die an zwei Tagen stattfanden, wurden nur am Samstag durch das Wetter getrübt.

„Ihr seid ein kultureller Mittelpunkt unserer Gemeinde“, sagte Oberaus Bürgermeister Peter Imminger über den Verein, „und darum sind wir stolz auf Euch“: Vor 95 Jahren nämlich gründeten im Sommer 1921 zwei Dutzend Männer aus Oberau, Söhne sowohl aus alteingesessenen wie auch aus Industriearbeiterfamilien, die in erster Generation im Dorf wohnten, den Volkstrachtenverein „Almarausch“. Und siehe da: Diese für den Ort typische Mischung hat sich bis heute bewährt: Am Wochenende feierte der aus 175 Männern bestehende Verein trotz immer wieder aufkommenden Regens ein eindrucksvolles Fest – sowohl mit kirchlichen, als auch weltlichen Festivitäten. Höhepunkt war natürlich der Festabend am Samstag, denn da wurde die Pflege des heimatlichen Brauchtums mit Musik und Tanz besonders eindrucksvoll zelebriert.

Nach dem Totengedenken am am Kriegerdenkmal vor der Pfarrkirche St. Ludwig, das von Diakon Andreas Altmiks zelebrierte Totengedenken statt, zogen die Trachtler, die auch von Fahnenabordnungen aus Ettal und Eschenlohe sowie des Patenvereins aus Farchant begleitet wurden, samt Trommlerzug sowie der Musikkapelle zu ihrem stattlichen Heim am Mühlberg. Exzellent spielte die von Bernhard Pongratz geleitete und bestens gestimmt Musikkapelle auf, die nicht nur mit sattem Blech beeindruckte, sondern auch stark mit Holzblasinstrumenten besetzt war. Über viel Beifall durften sich sodann natürlich auch die sechs Kinderpaare im Alter von fünf bis zwölf Jahren freuen, die mit zwei durchaus nicht leicht zu tanzenden Plattlern aufwarteten: Dem „Reith im Winkler“ und dem noch mehr Konzentration verlangenden „Werdenfelser“.

95 Jahre Volkstrachtenverein Oberau: die Bilder

Es folgten die Gratulationen der Nachbarn: Weiterhin viele erfolgreiche Jahre wünschten Hans Schmid junior, Chef des Patenvereins „Almenrausch und Edelweiß“ aus Farchant, Johann Probst von „D’ Loisachtaler“ aus Eschenlohe sowie Leonhard Lutz vom „Ettaler Mandl“ dem Vorsitzenden Florian Rückborn und seinem Volkstrachtenverein Almarausch. Ehe schließlich der allgemeine Tanz angesagt war, durfte man freilich auch noch das Können der aktiven Madln und Buam bewundern, die ebenfalls in Perfektion zwei bekannte Plattler präsentierten: Den „Haushamer“ und den selten gesehenen „Penzberger“. Mit der Ehrung von 13 verdienten Oberauer Trachtlern ging der offizielle Teil des Festabends zu Ende.

Eine Feldmesse an der Lourdesgrotte mit anschließendem Festzug zum Trachtenheim, wo das Jubiläum mit Ehrentänzen und gemütlichem Beisammensein beschlossen wurde, folgte am Sonntag.

Wolfgang Kaiser

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