Die Chefplaner: (vo. v. l.) Johann Holler, Josef und Elisabeth Hiebler (Farchant), Julia Schwarzenberger, (hinten v. l.) Anton Diepold (Obergrainau), Hannes Berwein, Franz Achner), Franz Kriner (Krün), Michael Rieger (Obergrainau), Armin Toerkell, Max Hubbauer und Thomas Salfner (Partenkirchen) planen ein Ochsenrennen. foto: ku

Auf den Ochs gekommen

Wallgau - Sattelfest müssen sie sein - die tollkühnen Reiter, die 2016 beim Wallgauer Ochsenrennen teilnehmen wollen. Mit dieser tierischen Gaudi feiert die Feuerwehr ihr 125-jähriges Jubiläum.

Im Hotel Post trifft sich neuerdings eine illustre Runde: der sogenannte Ochserer-Stammtisch. Erst kürzlich ist er unter der Regie von Wallgaus Feuerwehr-Kommandanten Johann Holler erstmals zusammengekommen. Der eigentliche Grund - das 125-jährige Feuerwehr-Jubiläum 2016 - rückte dabei zunächst ein wenig in den Hintergrund. Denn der unbestrittene Höhepunkt der Feierlichkeiten soll etwas wirklich Tierisches sein - ein Ochsenrennen in der Witter.

Inspiration dazu haben sich Holler und Co. wohl auch in Hofheim geholt, wo zum 1250-jährigen Dorfbestehen im September 2013 ein solcher Wettkampf 3000 Besucher angelockt hatte. Doch eine derartige Großveranstaltung bedarf intensiver Planung und gebündelter Kräfte. Deshalb hatte Holler zur Organisationsbesprechung auch Ochsenbesitzer der Wehren aus Krün, Partenkirchen und Grainau, Besitzer aus Walchensee und Farchant sowie potenzielle Jockeys zum „Posthalter“ eingeladen.

Diese erfuhren vom Chefplaner, warum so zeitnah zu einem Gespräch gebeten wurde. „Denn der Ochse muss mindestens 30 Monate alt und gut abgerichtet sein. Daneben sind umfangreiche Absprachen mit dem Landratsamt und den Naturschutzbehörden nötig.“ Holler zufolge wird die Ochsen-Konkurrenz auf einer 180 Meter langen Strecke in der Witter stattfinden. Und die Nachfrage ist zwei Jahre vor dem Start laut Holler schon riesengroß. „Aktuell haben sich Teilnehmer mit 18 Ochsen angemeldet.“

Beim Rennen müssen einige Spielregeln beachtet werden: „Zwei Drittel der Strecke sowie die letzten 20 Meter vor dem Ziel muss der Jockey auf dem Ochsen sitzen“, erläutert Holler. Besonders wichtig: „Die Tiere dürfen dabei nicht traktiert oder zu einer Leistung gezwungen werden.“ Mehrfachstarts sind möglich.

Ab sofort können sich Interessierte bei den Ansprechpartnern Johann Holler und Franz Baumgartner anmelden. Weitere wichtige Funktionsträger sind Max Hubbauer (Finanzen), Hannes Berwein (Rennleiter) und Sepp Berwein (Tierschutzbeauftragter). Der Stammtisch will sich alle vier bis sechs Wochen treffen.

Aufmerksam verfolgte auch Armin Toerkell von der Münchner Produktionsfirma Megaherz diesen Stammtisch. Das hat natürlich einen Grund: „Wir wollen über dieses Ereignis einen 90-minütigen Fernsehbeitrag anfertigen.“ Und zwar von den Vorbereitungen bis zum Jubiläum. ku

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