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Wollen die Energiewende: (v.l.) Hans Kohl, Rolf Beuting und Michael Manlik. Foto: lory

ÖDP, SPD und Grüne schließen sich zu Energiebündnis zusammen

Murnau - Die Murnauer Ortsverbände der ÖDP, SPD und Grünen wollen die Energiewende in der Marktgemeinde Murnau und der Region voranbringen. Hierfür haben sie ein Bündnis gegründet.

Das zentrale Anliegen: Die Bürger sollen die Erzeugung von Strom und Wärme selbst in die Hand nehmen.

„Es wird viel diskutiert, aber wenig getan“, sagt Rolf Beuting, Kreischef der ÖDP und Gemeinderat. Seinen Angaben zufolge macht in Murnau der Anteil erneuerbarer Energien, die vor Ort gewonnen werden, am gesamten Stromverbrauch gerade mal drei Prozent aus. Da könne nicht, wie so oft in der politischen Debatte zu hören sei, von einer Vorreiterrolle gesprochen werden. Die Ziele des politischen Bündnisses sind ehrgeizig: Eines Tages soll sich die Staffelsee-Gemeinde mit ihren über 12 000 Einwohnern selbst versorgen und vollkommen unabhängig von Großkonzernen sein. „Das ist ein langer Weg“, räumt Beuting ein. Er rechnet mit einer Dauer von 30 Jahren. Eine Alternative dazu sieht er nicht. Fossile Brennstoffe wie Heizöl und Gas, die derzeit noch am häufigsten zum Einsatz kommen, würden schon bald nicht mehr bezahlbar sein.

„Dezentrale Energieerzeugung“ lautet nach Ansicht der drei Parteien das Zauberwort. Das heißt: Strom und Wärme werden mit vielen kleinen und klimafreundlichen Anlagen erzeugt, die unterschiedliche Techniken einsetzen, ob nun Photovoltaik, Kraft-Wärme-Kopplung, Wasser- und Windkraft oder Biomasse. Die Bürger müssten, so die Überlegung, ermutigt werden, selbst zu investieren. Das kann im Privaten sein oder in der Gemeinschaft, etwa in Genossenschaften oder Gesellschaften. Aus diesem Grund starten ÖDP, SPD und Grüne eine große Info-Kampagne mit regelmäßigen Vortragsabenden. Eingeladene Experten sollen das komplexe Thema der Bevölkerung vermitteln. Los geht’s am 8. Februar mit der Windkraft. Wie bereits berichtet, werden für diese im Regionalplan mögliche Standorte erarbeitet. Einige sollen sich im nördlichen Landkreis befinden, unter anderem in Großweil. (as)

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