Nicht genehmigt: dieses Gebäude am Hörnleweg in Ohlstadt.
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Nicht genehmigt: dieses Gebäude am Hörnleweg in Ohlstadt.

Bauleitplanung in Arbeit

Sagmeister-Schwarzbau: Es kommt Bewegung in die Sache

  • vonRafael Sala
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Vor rund zehn Jahren kam heraus, dass der damalige BVO-Gemeinderat Simon Sagmeister in Ohlstadt einen Schwarzbau hingestellt hat. Die Lagerhalle steht noch immer. Der Gemeinderat hat jetzt beschlossen, eine Bauleitplanung zu starten. Rathauschef Christian Scheuerer will eine saubere Lösung.

  • Es tut sich etwas in Sachen Sagmeister-Schwarzbau in Ohlstadt.
  • Die Gemeinde startet eine Bauleitplanung.
  • Nun sind die sogenannten Träger öffentlicher Belange am Zug.

Ohlstadt – In die Causa Simon Sagmeister und dessen Schwarzbau in Ohlstadt kommt Bewegung: Der Gemeinderat hat beschlossen, das schon seit längerem angeregte Verfahren um den neuen Bebauungsplan „Nordöstlich des Breitenweges“ in die Wege zu leiten. Einstimmig segnete das 16-köpfige Gremium den entsprechenden Beschluss in der jüngsten Sitzung im Gasthaus Zur Post ab. Damit verbunden ist auch die Zusage, das Grundstück des Kfz-Meisters am Hörnleweg in den Umgriff aufzunehmen – allerdings nur unter einer Bedingung, wie Bürgermeister Christian Scheuerer (parteifrei) hervorhob: Die dort stehende, nach wie vor nicht genehmigte Lagerhalle wird abgerissen und gemäß den Plänen Sagmeisters tatsächlich durch eine TÜV- und Waschhalle ersetzt. „Wir stehen dem nicht im Wege, diese Form der Nutzung geht in Ordnung. Es ist ja ein Gewerbegebiet“, führte der Rathauschef aus. Es müsse nur eine saubere, eindeutige Lösung her. „Rechtssicherheit muss jetzt das Landratsamt schaffen.“

Behörden und Verbände haben das Wort

Nun sind die sogenannten Träger öffentlicher Belange am Zug. Sie können dem neuen Bebauungsplan zustimmen oder Einwände erheben. Vor allem das Landratsamt in Garmisch-Partenkirchen wird handeln müssen: Es weiß um den Schwarzbau schon seit Jahren, hat bislang aber noch nichts in die Wege geleitet, das Gebäude entfernen zu lassen. Dabei hatte die Kreisbehörde selbst vor nunmehr fast zehn Jahren das Anwesen als Schwarzbau eingestuft und Sagmeister untersagt, es über den 31. Dezember 2012 hinaus zu nutzen. Ein Abriss ist aber bis heute nicht erfolgt. Dafür hatte es vor drei Jahren ein größeres Gespräch mit allen Beteiligten gegeben – darunter Scheuerer, Sagmeister und Vertreter der Rechtsaufsichtsbehörde. Die Diskussion sei konstruktiv, ja überaus positiv verlaufen, hieß es später einhellig, man sei auf einem guten Weg. Die im November 2017 eingereichten Pläne seien auf offene Ohren gestoßen.

Sagmeister glaubt, dass sich sein Projekt zieht

Der Kfz-Meister bekräftigte, dass sich an dieser Darstellung nichts geändert habe: „Das Landratsamt sieht das Bauvorhaben positiv“, sagte er im Tagblatt-Gespräch. Er wolle an dem Projekt festhalten, glaubt aber, dass es sich noch Jahre hinzieht, bis die neue Halle auf dem 1800 Meter großen Grundstück stehen wird. Zum einen wegen der strengen Auflagen – etwa Brandschutzvorgaben – die er dann umsetzen muss, was Zeit und viel Geld kosten wird. Zum anderen, weil wichtige Baustoffe wie Isolier- und Dämmmaterial derzeit kaum erhältlich seien. Auch Handwerksbetriebe seien nicht verfügbar. „Versuchen Sie mal, einen Maurer zu bekommen.“

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