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Startschuss für den Ohlstädter Feneberg-Markt: (v. l.) Bürgermeister Christian Scheuerer, Marktleiter Heiko Wrobel und Firmenchef Christof Feneberg.

Neue Einkaufsmöglichkeit unterm Heimgarten

Feneberg-Markt in Ohlstadt ist eröffnet

Lange hatten die Ohlstädter auf die Eröffnung der neuen Feneberg-Filiale an der Partenkirchner Straße gewartet. Nun war es endlich so weit. Der Markt öffnete seine Pforten. Die erste Resonanz fiel positiv aus.

Ohlstadt – „Ein weiterer weißer Fleck ist nun geschlossen“, verkündete Firmenchef Hannes Feneberg, der zusammen mit seinem Bruder Christof Feneberg erschienen war, bei seiner Ansprache vor dem 13-köpfigen Personal. Unter Marktleiter Heiko Wrobel hält nun ein großer Nahversorger Einzug, der durch seine zentrale Lage zwischen den beiden Ohlstädter Ortsteilen für alle gut erreichbar ist. Viele ließen es sich nicht nehmen und waren pünktlich zur Eröffnung des Feneberg-Marktes um 8 Uhr morgens zugegen.

An allen Ecken wurden die Kunden zur Verköstigung von Brot, Käse, Wurst und Maultaschensuppe der Feneberg-Marke „Gourmella“ eingeladen. Zwei „VonHier“-Landwirte beantworteten Fragen rund um die Fleischerzeugung. Neugierig nahm man das gut sortierte Warenangebot des 760 Quadratmeter großen Ladens unter die Lupe. Die Einkaufswagen füllten sich dabei ebenso schnell wie der großzügige Parkplatz vor der Tür. Der erste Einkauf wurde gleich doppelt belohnt. Einerseits mit einem bombastischen Alpenpanorama, das man an der Kasse durch die großen Fensterfronten betrachten kann, und zudem mit einer Vorteilskarte als Geschenk.

Bisher mussten die Ohlstädter für einen Großeinkauf in die Nachbarorte fahren. Dies ist nun Geschichte. Familie Mangold, die direkt auf der anderen Straßenseite wohnt, ist erleichtert. „Endlich können wir das Auto stehen lassen“, sagt Anna Mangold. „Jetzt können wir ganz normal und entspannt zum Einkaufen gehen. Für die Kinder ist das ein Highlight, zumal sie den gesamten Bau hautnah miterlebt haben.“ Dass es außerdem so ein großes Angebot an Bio-Lebensmitteln gibt, gefällt ihr besonders gut.

„Letztlich ist der Feneberg eine Ergänzung zur vorhandenen Struktur in Ohlstadt. Er sichert den Bürgern die Grundversorgung“, erklärt Bürgermeister Christian Scheuerer (parteifrei). Um alle Betroffenen miteinzubeziehen, hatte es im Vorfeld einen Bürgerentscheid gegeben. Mit einer Wahlbeteiligung von 81 Prozent, von denen 56 Prozent mit „Ja“ gestimmt hatten, war ein klares Signal für eine Supermarkt-Ansiedlung gesetzt worden. Es folgten Bewerbungsgespräche mit verschiedenen Anbietern. Letztlich hatte man sich für Feneberg entschieden. „Das Sortiment, das regional und von Bio geprägt ist, die Personalführung und die familiäre Struktur haben einfach am besten zu unserem Ort gepasst“, erklärt Scheuerer. 

Es ist die Feneberg-Philosophie, die überzeugte: In dem Familienbetrieb aus Kempten wird darauf geachtet, so nachhaltig wie möglich zu agieren. Für die Feneberg-Biomarke „Von Hier“ produzieren über 600 Vertragsbauern im Radius von 100 Kilometern rund um Kempten Obst, Gemüse, Getreide und Fleisch nach Richtlinien von Verbänden wie Bioland, Naturland und Demeter. Was über die 100 Kilometer-Marke hinausgeht, wird unter der Marke „FeBio“ angeboten. Fleisch und Geflügel kommen von Vertragsbauern, die nach strengen Richtlinien vorgehen. So stammt etwa das Rindfleisch ausschließlich aus tierfreundlicher Mutterkuhhaltung. Für Brot und Backwaren werden nur natürliche Zutaten verwendet. Auf künstliche Zusatzstoffe verzichtet man komplett.

Auch bei der Errichtung des Supermarkt-Gebäudes wurde auf Energieeffizienz geachtet. „Die Abwärme aus den gewerblichen Kälteanlagen, die mit dem natürlichen Kältemittel CO2 betrieben werden, speisen einen Energiespeicher“, erklärt Christof Feneberg. Und weiter: „Außerdem nutzen wir die Erdwärme mittels einer Wärmepumpe zur Energiegewinnung.“ Bedenkt man, wie viele Autofahrten sich die Ohlstädter in Zukunft sparen werden, ist das Ganze eine runde Sache.

Beate Berger

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