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Der Feneberg-Markt in Murnau. Wann eröffnet der in Ohlstadt?

Großprojekt rückt immer näher

Feneberg-Markt in Ohlstadt: Eröffnung noch heuer?

Die Errichtung des Feneberg-Marktes in Ohlstadt rückt näher. Das Thema wurde im Gemeinderat behandelt.

Ohlstadt – „Mit dem Beginn der Bauarbeiten wird im Frühsommer gerechnet“, schreibt Bürgermeister Christian Scheuerer (parteifrei) in der aktuellen Ausgabe der „Informationen aus dem Rathaus“. Möglicherweise können die Ohlstädter dann heuer noch in dem Neubau am Josefplatz einkaufen.

Die Gemeinderäte hatten das Thema jetzt zum wiederholten Male auf dem Tisch. Denn der Flächennutzungsplan muss geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Was fehlt, ist ein Konzept zur Beseitigung des Niederschlagswassers. Dies muss der Investor, die Konzeptbau GmbH aus Kaufbeuren, noch vorlegen. Das Schriftstück wird dann Teil eines städtebaulichen Vertrags mit der Gemeinde. Wegen des mangelnden Entwässerungskonzepts haben die Ratsmitglieder den Bebauungsplan noch nicht als Satzung beschlossen. Scheuerer hofft, dass es bis zur nächsten Sitzung vorliegt.

Für etwas Verwunderung sorgte der Umstand, dass das Weilheimer Wasserwirtschaftsamt (WWA) erneut bemängelte, die Dichtheit der Kanalisation und deren ordnungsgemäßer Betrieb seien wegen fehlender Jahresberichte und eines Kanalkatasters nicht nachgewiesen. Dabei hatte die Kommune dem WWA die Jahresberichte bereits geschickt, wie Scheuerer darlegte. Die Behörde hatte ihren Einwand selber auch bereits mit E-Mail vom 30. November zurückgenommen. Die Beseitigung des Schmutzwassers ist also sichergestellt.

Auch Kreisbrandmeister Josef Gschwendtner reichte eine Stellungnahme ein. Er fand: Durch die räumliche Ausdehnung des geplanten Gebäudes sei der Feuerwehr ein zweiseitiger Zugriff zu gewährleisten. Dazu sei es zumindest nötig, auf der Ostseite des Marktes einen befestigten, 1,20 Meter breiten Fußweg anzulegen und von hohem Bewuchs freizuhalten. Der Gemeinderat sah jedoch keine Veranlassung, an der Planung etwas zu ändern. Im Ernstfall könne man sowohl von Südwesten respektive Westen über den Parkplatz und die Partenkirchener Straße mit Gehweg als auch von Nordosten beziehungsweise Osten über den Josefplatz oder den Breitenweg Brände bekämpfen und Personen retten. Der Kreisbrandmeister neige „zur Übertreibung“, merkte Ratsmitglied Anton Fischer (NLO) an. Auch der Bund Naturschutz meldete sich zu Wort. Er regte an, Vogelschutzglas zu verwenden.

Gegen die Änderung des Flächennutzungsplans stimmte nur Peter Steigenberger (NLO). Der Rest war dafür. Zuletzt hatte sich das Gremium im Februar ausgiebig mit dem Bauvorhaben befasst. Damals konnten die Volksvertreter in einer Marathonsitzung Feneberg-Geschäftsführer Christof Feneberg einige Zugeständnisse abringen, was die Außengestaltung der Immobilie betrifft (wir berichteten). Bei einem Bürgerentscheid im November 2015 hatten 56,1 Prozent der Wahlberechtigten für den Bau eines Einkaufsmarktes gestimmt. Zwei Jahre später könnte schon Eröffnung sein.

Roland Lory

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