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Räumen Feneberg-Regale ein: Melissa Hensel und Alexander Kocks bei der Arbeit.

Ohlstadt erhält noch in diesem Monat wieder einen Lebensmittelmarkt

Feneberg startet mit 13 Mitarbeitern

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Mehr als drei Jahre nach dem Bürgerentscheid pro Einkaufsmarkt eröffnet Feneberg am 21. Februar seine Ohlstädter Filiale. Damit enden im Ort Wochen ohne eigenen Lebensmittelmarkt, die man per Einkaufsservice überbrückte.

Ohlstadt – Deutlich über 3000 Einwohner weist Ohlstadt auf. Sie alle müssen seit Wochen ohne umfassende Lebensmittel-Grundversorgung vor Ort auskommen. Ende 2018 schloss der letzte von einst zwei Edeka-Märkten; alles aus dem Bereich des täglichen Bedarfs, was über das Angebot von Bäckerei, Metzgerei und Zeitschriftladen hinausgeht, müssen die Ohlstädter seitdem auswärts kaufen. Damit ist bald Schluss: Mehr als drei Jahre, nachdem sich eine 56-Prozent-Mehrheit in einem Bürgerentscheid für die Ansiedlung eines Vollsortimenters ausgesprochen hatte, eröffnet Feneberg am Donnerstag, 21. Februar, seine Filiale an der Partenkirchner Straße 20. 760 Quadratmeter Verkaufsfläche weist der Markt auf.

„Fenebergsieht sich als Nahversorger, und wir wollen unseren Teil zum Leben in Ohlstadt beitragen“, wird Hannes Feneberg in einer Pressemitteilung des Allgäuer Familienunternehmens zitiert, das aktuell 77 Filialen betreibt; an der Spitze stehen in dritter Generation die Brüder Hannes und Christof Feneberg. Verwaltung und Sitz befinden sich in Kempten. Dort und in den Filialen arbeitenrund 3200 Menschen.

In Ohlstadt zählen nach Angaben von Sonja Kehr – sie leitet die Kommunikation bei Feneberg – rund 13 Mitarbeiter zum Kernteam. Der Markt weist gut eine Woche vor der Eröffnung bereits viele volle Regale auf. „Wir liegen gut im Zeitplan, doch der ist straff. Es gibt also noch alle Hände voll zu tun“, sagt Kehr.

Der Vollsortimenter in dem freitragenden Gebäude bietet alle Lebensmittel des täglichen Bedarfs mit Schwerpunkt auf Frischem und Regionalem. Es gibt ein Weinsortiment und einen Nonfood-Bereich mit Haushalts- sowie Schreibwaren. Feneberg verfügt über eine eigene regionale Bio-Marke. Im Eingangsbereich befindet sich eine Bedientheke mit Imbiss, Backwaren, Wurst und Fleisch. Zur Eröffnung kündigt Feneberg Aktionen und Angebote an. Die Jumping Jacks (Prinzengarde Großweil) treten am Samstag, 23. Februar, um 14 Uhr auf.

Es geht los – das freut Bürgermeister Christian Scheuerer (parteifrei) nach dem Aus der beiden Edeka-Läden. Damit endet bald auch die Zeit, in der die Gemeinde für Ohlstädter ohne Auto immer am Dienstag- und am Freitagvormittag einen Einkaufsservice nach Großweil organisiert. „Der wurde richtig gut angenommen – die Leute sind unheimlich dankbar“, sagt Scheuerer. In der Spitze wollten 18 Ohlstädter dabei sein: viele Senioren, aber auch jüngere Leute. Erst gestern überstieg die Zahl der Mitfahrer wieder die der Plätze in dem Kleinbus, den die Gemeinde extra anmietet. Also sprang der Bürgermeister spontan als Zusatz-Chauffeur mit dem Privatauto ein.

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