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Das Bad von außen: Dort, wo die grüne Plane hängt, entstehen die öffentlich zugänglichen Toiletten. An die kurze Wandseite kommt eine Außentreppe.

Sanierung läuft auf Hochtouren

Freibad Ohlstadt: Noch viel Arbeit bis zur Wiedereröffnung

Noch klaffen große Löcher in den Wänden, Fußböden fehlen, und überall liegt Bauschutt und Dreck. Die Sanierung des Ohlstädter Freibads ist in vollem Gange. Im Mai soll die Anlage zwar wiedereröffnet werden – abgeschlossen ist die Maßnahme damit aber nicht.

Ohlstadt – Praktisch nichts ist mehr so, wie es war: Die Innentreppe ins Obergeschoss wurde abgerissen, um Platz zu schaffen für neue barrierefreie Toiletten. Diese sollen, erklärte Bürgermeister Christian Scheuerer (parteifrei) bei einem Ortstermin, dann auch von außen zugänglich sein – etwa für die vielen Besucher des nahen Kinderspielplatzes. Statt der Innentreppe muss eine Außentreppe gebaut werden. Und dort, wo einst Kiosk und Kasse untergebracht waren, errichtet man derzeit neue Umkleideräume.

Insgesamt rund 800 000 Euro lässt sich die Gemeinde diese Sanierung kosten, die wegen defekter Leitungen und veralteter Sanitäranlagen notwendig geworden war. Wie Scheuerer erläuterte, soll der ehemalige Sanitärbereich künftig nicht mehr genutzt werden. Duschen und Umkleiden werden im Erdgeschoss des Hauptgebäudes untergebracht. Dadurch werde zwar alles etwas enger, räumt Scheuerer ein. Aber aus wirtschaftlichen Gründen gehe es nicht anders. Zusätzlicher Platz zum Umziehen soll im Außenbereich durch das Aufstellen so genannter Umkleideschnecken geschaffen werden. Abgerissen werde der ehemalige Sanitärbereich vorerst aber nicht. Wegen der dort untergebrachten Schwimmbadtechnik – die Solaranlage befindet sich auf dem Dach – sei das derzeit nicht möglich. Und sollte es an heißen Tagen einmal einen „Großansturm“ auf das Bad geben, sagte Scheuerer, könnte man den alten Gebäudeteil jederzeit öffnen.

Im Gemeinderat ging es um die Frage, wie die Verköstigung der Besucher künftig geregelt werden soll, nachdem der alte Kioskbereich barrierefreien Umkleideräumen weichen musste. Die Mandatsträger beschlossen, die Verpflegung in der kommenden Freibad-Saison mit einem Imbiss-Anhänger zu organisieren. Übergangsweise. Am Ende der Saison möchten sich die Räte dann konkrete Gedanken darüber machen, wie ein neuer Kiosk am besten unter dem Vordach des Hauptgebäudes entstehen könnte. Von dort aus soll er dann auch öffentlich zugänglich sein.

Unklar bleibt vorerst zudem die Gestaltung des Vorplatzes. Zwar soll der Eingang ins Bad bis zur Eröffnung im Mai noch barrierefrei gestaltet sowie der unmittelbare Vorplatz neu gepflastert werden. Dennoch stellte sich für die Räte die Frage nach einem Gesamtkonzept für das Areal zwischen Freibad, Halfpipe und Spielplatz. „Das ist schon immer ein stiefmütterlicher Bereich gewesen“, sagte Scheuerer in der Sitzung. Mit Mitteln aus der Städtebauförderung möchten die Räte dieses gesamte Areal langfristig komplett überplanen.

Franziska Seliger  

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