Eine Mischlingshündin an der Leine. 
+
Eine Mischlingshündin an der Leine. Der Friedhof in Ohlstadt ist nach wie vor tabu für die Tiere (Symbolfoto).

Beschluss mit knapper Mehrheit

Friedhof in Ohlstadt: Hunde müssen weiter draußen bleiben

  • vonRafael Sala
    schließen

Dürfen Hunde auf den Friedhof? Mit diesem Thema hat sich jetzt der Ohlstädter Gemeinderat befasst.

  • Mit der Frage, ob Hunde auf den Friedhof dürfen, hat sich der Gemeinderat Ohlstadt befasst.
  • Ergebnis: Die Vierbeiner müssen weiter draußen bleiben.
  • Es überwog die Sorge, dass die Tiere die Flächen verschmutzen und den Unmut der anderen Besucher erregen.

Ohlstadt – Dürfen Hunde in den gemeindlichen Friedhof an der kurzen Leine mitgeführt werden oder müssen sie draußen bleiben? An dieser Frage entzündete sich in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Ohlstadt im Gasthaus Zur Post eine emotionale Debatte. Um die Antwort gleich vorwegzunehmen: Sie dürfen nicht. Getragen wurde dieser Beschluss aber nur denkbar knapp – mit 8:7 Stimmen. Damit hat der Paragraf auch in der neu beschlossenen Friedhofssatzung weiter seine Gültigkeit. Dort heißt es, dass es weiter verboten ist, Tiere mitzunehmen. Ausgenommen sind Blindenhunde.

Anregung aus der Bürgerschaft

Bürgermeister Christian Scheuerer (parteilos) hatte den Vorschlag auf Anregungen aus der Bürgerschaft mit der Begründung ins Spiel gebracht, es gebe in der Gemeinde ältere Menschen, die nicht die Möglichkeit hätten, für die Dauer des Friedhofsbesuchs ihren Hund in Verwahrung zu geben. Sie alleine zu Hause zu lassen, komme aus verschiedenen Gründen ebenfalls nicht in Frage. Es sei denkbar, einen entsprechenden Passus in die neue Satzung einzufügen. Mehr als die Hälfte des Gremiums konnte sich mit dieser Idee nicht anfreunden: Es überwog die Sorge, dass die Tiere die Flächen mit ihren Hinterlassenschaften verschmutzen und den Unmut der anderen Besucher erregen. „Hunde haben auf dem Friedhof nichts verloren“, hielt Manfred Stenger (CSU/Dorfgemeinschaft) fest.

Verschiedene Ansprüche

Auf die Frage von Thomas Guggemoos (NLO), ob es Erfahrungsberichte aus anderen Gemeinden gebe, entgegnete der Rathauschef, dass solche nicht vorlägen – und auch keinen Sinn machten, da jeder Hundehalter an seinen Vierbeiner andere Ansprüche stelle. „Es gibt keine Garantie für ein gutes Benehmen. Jeder Hund hat unterschiedliche Vorlieben und handelt so, wie er erzogen wurde.“

Neue Urnenstelen

Unabhängig von diesem strittigen Punkt wurde die Satzung, die Anfang Januar 2021 in Kraft tritt, einstimmig abgesegnet. Neu ist, dass die bestehenden Urnengräber um sogenannte Urnenstelen erweitert werden. Diese bieten die Möglichkeit, die Gefäße mit der Asche des Verstorbenen oberirdisch beizusetzen.

Auch interessant: Hund stürzt 30 Meter tiefe Felswand hinab

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare