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Bei Ohlstadt ist am Samstag ein Segelflugzeug abgestürzt.

Retter greifen zu Motorsägen

Segelflugzeug stürzt nach Manöver ab - Flugschülerin (14) erheblich verletzt

In der Nähe von Ohlstadt (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) ist am Samstag ein Segelflugzeug abgestürzt. Zwei Personen befanden sich an Bord.

Update 20. Oktober, 12.18 Uhr: Nach dem Absturz eines Segelflugzeuges im oberbayerischen Ohlstadt hat die Polizei erste Hinweise zur Ursache des Unfalls gefunden. „Der Segelflieger war auf einem Übungsflug unterwegs und streifte beim Landeanflug mit einer Tragfläche einen Baumwipfel“, teilte ein Polizeisprecher am Sonntag mit. Dadurch konnten die Insassen der Maschine - eine 14 Jahre alte Flugschülerin und ihr 60 Jahre alter Fluglehrer - diese nicht mehr kontrollieren und stürzten ab.

Segelflugzeug bei Ohlstadt abgestürzt: Verletzungen sind erheblich

Das Segelflugzeug war am Samstag in einem Wald in der Nähe des Flugplatzes Pömetsried bei Murnau (Landkreis Garmisch-Patenkirchen) gegen Bäume gekracht und in zwölf Metern Höhe hängen geblieben. Nach einer mehrstündigen Rettungsaktion durch Feuerwehr und Bergwacht kamen die beiden Verletzten in eine Klinik. „Die Verletzungen sind erheblich“, hieß es.

Warum die Maschine die Bäume berührte soll ein Experte der Polizei Murnau klären. „Ob das ein Flugfehler war oder ein technischer Defekt, ist derzeit noch unklar.“ Zum Zeitpunkt des Unfalls waren den Angaben zufolge Sicht und Wetter gut. Zwischenzeitlich wurde die Maschine für die weiteren Ermittlungen aus den Bäumen geborgen.

Update 20.20 Uhr: In einer Pressemitteilung hat das Polizeipräsidium Oberbayern Süd neue Information bekannt gegeben. 

Nachfolgend die Meldung im Wortlaut: „Gegen 14.45 Uhr stürzte nahe des Flugplatzes bei Pömetsried ein Segelflieger des dortigen Clubs ab. 

In dem Flugzeug befanden sich eine 14-jährige Flugschülerin aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen und ein 60 Jahre alter Segelfluglehrer, der aus dem Landkreis Bad-Tölz-Wolfratshausen stammt. 

Bei Ohlstadt: Manöver missglückt - Segelflugzeug bleibt in großer Höhe hängen

Bei einem Übungsmanöver streifte das Segelflugzeug mit einer Tragfläche einen Baumwipfel, wodurch das Flugzeug außer Kontrolle geriet und in dem Waldstück neben der Autobahn, kurz vor der Landebahn des Segelflugplatzes, abstürzte. Das Segelflugzeug blieb in Bäumen, etwa in einer Höhe von 25 Metern hängen. Beide Insassen wurden bei dem Absturz erheblich verletzt.

Sämtliche Rettungskräfte – Flugrettung, Freiwillige Feuerwehren, BRK und Bergwacht - aus der Umgebung wurden zur Rettung der beiden Verunfallten herangezogen. Nach der Bergung, die sich aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und der unsicheren Lage des Flugzeuges als sehr langwierig und schwierig erwies, wurden beide in die Unfallklinik nach Murnau gebracht.

Die Untersuchungen zum Hergang und zur genauen Ursache werden vom Flugunfallsachbearbeiter der Polizeiinspektion Murnau geführt. Die Ermittlungen dauern an.

Update 18.55 Uhr: Neue Details zu den Passagieren: In dem Flugzeug befanden sich ein 60-jähriger Fluglehrer und eine 14-jährige Flugschülerin. Der 60-Jährige verletzte sich bei dem Absturz schwer, die 14-Jährige wurde leicht verletzt.

Segelflugzeug abgestürzt - Piloten hängen kopfüber in Maschine fest

Erstmeldung vom 19. Oktober, 16 Uhr:

Ohlstadt - Unglück bei Ohlstadt im Landkreis Garmisch-Partenkirchen: Beim Landeanflug auf den Flugplatz Pömetsried ist am Samstag ein Segelflugzeug abgestürzt. Wie der BR berichtet, haben sich zwei Personen an Bord befunden. Diese konnten erst nach etwa eineinhalb Stunden befreit werden. Sie verletzten sich beim Absturz, waren aber ansprechbar.

Das Unglück hatte sich am Nachmittag wenige hundert Meter vom Flugplatz entfernt in einem Waldstück ereignet. 

Komplizierte Bergung: Zahlreiche Einsatzkräfte waren vor Ort.

Im unwegsamen Gelände mussten Retter zu Motorsägen zu greifen, um zu den Verunglückten vorzudringen. Die beiden Passagiere hingen kopfüber in der Maschine fest. 

Ohlstadt: Maschine bei Flugplatz Pömetsried abgestürzt

Laut Auskunft des Pressesprechers der Sportfliegergruppe Werdenfels handelte es sich bei dem Ausflug am Samstag um einen Schulungsflug. Bislang ist die Ursache des Unfalls unklar. Feuerwehren aus der Region sollten helfen, das Flugzeug zu bergen. Auch ein Kran war vor Ort.

mm/tz

Am Samstagmorgen ist ein Sattelzug gegen einen Baum geprallt, das Gefährt fing Feuer. Der Fahrer, ein Mann aus Tschechien, hatte keine Chance.

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Kommentare

Alfons MüllerAntwort
(0)(0)

Sag mal, was spricht dagegen?? Na gut, o.k. ich bin in der Richtung vorbelastet. Mein Vater hatte den Flugschein. Ich war in meiner ganzen Jugend immer auf dem Platz. Bin auch dementsprechend mitgeflogen. Es hat immer Spaß gemacht und es war nie irgendeine gefährliche Situation dabei.. in der heutigen Zeit wird das auch mehr gefördert , als damals... Ich Sag's nochmal, Spaß machts auf alle Fälle...

Roland RegenAntwort
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Mag ja alles sein. Man muss trotzdem nicht alles gut finden, was nicht verboten ist. Sind wir wenigstens da einer Meinung?

Alfons MüllerAntwort
(2)(0)

Hallo, ab 14 Jahren ist man berechtigt den Segelflugschein zu machen. Diese Berechtigung ist nicht neu, sondern schon einige Jahrzehnte alt. An sämtlichen Sportflugplätzen und bei der Luftaufsichtsbehörde hat jeder die Möglichkeit sich darüber zu informieren. Was bei diesen Unfall schuld war kann von uns keiner sagen. Dafür gibt es Sachverständiger, die sich darum kümmern.