Der US-Präsident zu Gast: Donald Trump mit seiner gewünschten Mauer zu Mexiko.

Kreativität kennt keine Grenzen

Gaudiwurm in Ohlstadt: Trump kommt mit Mexikanern, die First Lady mit der Rikscha

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Ob lokal, regional oder International – beim Gaudiwurm in Ohlstadt war kein Thema vor den Scherzen der Maschkera sicher. Zwar blieben die Zuschauermassen früherer Jahre ein wenig aus, an Unterhaltungswert hat der Umzug aber nicht eingebüßt.

Ohlstadt – Wohin man auch blickte: Der Großteil aller Zuschauer war in irgendeiner Form verkleidet. Ohlstadt ist eine Faschings-Hochburg und der im Zweijahres-Intervall ausgetragene Maschkerazug ein Höhepunkt des Dorflebens. Neben zahlreichen einheimischen Motto- und Musikwagen, bereicherten Gastbeiträge aus Uffing, Hechendorf, Eglfing, Haunshofen und Raisting die Veranstaltung. Da blieb selbst für den Dorf-Häuptling nur ein Platz im hinteren Drittel des Umzugs. In Sachen Einfallsreichtum bildete Christian Scheuerer aber sprichwörtlich die Speer-Spitze des Gaudiwurms. Mit Landrat Anton Speer als Melania Trump manövrierte sich der Bürgermeister auf einer Rikscha durch die Straßen – mit einem Seitenhieb Richtung Murnau und dem dortigen Kollegen Rolf Beuting. „Rotkäppchen und der böse Rolf... äh Wolf“ war auf einem Transparent zuvor zu lesen. Mit dem Schriftzug „Der Staffelseebus geht nicht mehr, da muaß ganz schnell a Rikscha her“, feixten sich die beiden Politiker eins.

Die dorfinternen Persiflagen zielten auf dreierlei Themenschwerpunkte. Ob Walter „Woidl“ Vorderwülbecke ahnte, dass er nach einer Begegnung mit einer Ampel im Straßenverkehr gleich und dann noch so authentisch aufs Korn genommen wird. Doch stellten eine Nachbildung von Vorderwülbeckes Arbeitsgefährt und die transportablen Lichtzeichenanlage den humorigen Hingucker. Nicht zuletzt, weil aufgrund des Autokennzeichens (GAP – W 1860) und einer Fankappe der Münchner Löwen jedwede Verwechslungsgefahr ausgeschlossen wurde.

Nahversorgung ist großes Thema

Großen Unterhaltungs-Sport lieferte die Tanzgruppe „Cordula Grün“, in der neben Pferdewirtin Gertraud Schwinghammer, die ehemaligen Fußballer Markus Müller und Markus Eberhart gesichtet wurden. Dass das große Themenfeld Nahversorgung breiten Raum einnehmen würde, war im Vorfeld schon klar gewesen. Zuerst fuhr ein „Mobiler Ortskernmarkt“ mit der Aufschrift „schlechter Service, hohe Preise, alles scheiße“ durch die Straßen. Später bahnte sich ein mobiler Supermarkt seinen Weg. Angeführt von „Marktleiter“ Florian Müller, wurde den Zuschauern ein stattliches Sortiment feil geboten. So kamen auch die ausrangierten Preisschilder der früheren Edeka-Märkte Angelmahr und Wunder noch einmal zu einem würdigen Einsatz.

Spektakulär war die Persiflage auf die Endlos-Verzögerung beim Bau des Kramertunnels in Garmisch-Partenkirchen. Die Protagonisten stellten eine täuschend echte Sprengung am Tunneleingang nach. Das vorzeitige Fällen des Ohlstädter Maibaums war ebenso Thema wie der Käferbefall in Murnaus Bäumen. Der interkontinentale Beitrag handelte von Donald Trumps proklamiertem Mauerbau an der Grenze zu Mexiko.

Als der Gaudiwurm dann gut die Hälfte der Strecke absolviert hatte, gab es für Zuschauer und Darsteller mehrheitlich nur noch eine Richtung: zum Partyzelt am Schwimmbad.

Faschingsgaudi am Sonntag - die besten Schnappschüsse aus Ohlstadt

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