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In Gemeindehand: die alte Wetzstoa-Wirtschaft. 

Ohlstadts Bürgermeister gibt Immobilien-Geschäft bekannt

Gemeinde kauft ehemalige Wetzstoa-Wirtschaft

Die Gemeinde Ohlstadt hat eine weitere zentral gelegene Immobilie gekauft. Dabei handelt es sich um die ehemalige Wetzstoa-Wirtschaft. Dies gab Bürgermeister Christian Scheuerer nun bekannt.

Ohlstadt – Dass die frühere Wetzstoa-Wirtschaft an der Ecke Schwaigweg/Am Dorfbach verkauft werden soll, wusste Ohlstadt schon länger. Nun hat die Kommune zugeschlagen. Der Gemeinderat beschloss vergangene Woche in nicht öffentlicher Sitzung, die Immobilie zu erwerben. Dies gab Rathauschef Christian Scheuerer (parteifrei) am Donnerstagabend in der Bürgerversammlung im Postsaal bekannt. Über den Kaufpreis vereinbarte das Kommunalparlament Stillschweigen.    Kämmerer Christoph Gratz deutete trotzdem an, wie hoch der Betrag in etwa ist. Heuer sind im Haushalt ihm zufolge insgesamt 821 000 Euro für Grunderwerb vorgesehen. „Der Großteil dieses Betrages“ werde für das besagte Gebäude ausgegeben. Der Gemeinderat befasste sich offenbar ausgiebig mit der Sache. „Wir haben ein Jahr für die Entscheidungsfindung gebraucht“, teilte Scheuerer mit. Die Kommune kaufte die Immobilie, die zuletzt eine Pizzeria beherbergte, von einem privaten Eigentümer. Der Zustand sei „teils, teils“, sagte Scheuerer auf Anfrage. Also teilweise in Ordnung, teilweise marode. Was die Gemeinde mit dem direkt am Rathaus stehenden Objekt macht, ob sie es saniert oder abreißt und einen Neubau hinstellt, ist noch unklar. „Das muss sauber überlegt sein“, betonte Scheuerer, der es als „extrem wichtig“ erachtet, „dieses Gebäude zu haben. Wir können vieles draus machen“. Beim Findungsprozess sollen die Bürger mit ins Boot genommen werden. Laut Scheuerer waren auch Bauträger an dem Gebäude interessiert. Erst 2014 hatte die Gemeinde mit dem Metzgerhaus eine zentral gelegene Immobilie erworben.

Ebenfalls im Ortskern entsteht ein Gebäude im kommunalen Wohnungsbau. Die sechs Einheiten am Dorfbach sollen im Herbst bezugsfertig sein. Die Gemeinde möchte sie an einheimische Senioren und andere Interessierte vermieteten, die eine barrierefreie Wohnung benötigen. Der eine oder andere Bürger empfindet das Haus offenbar als wuchtig. Dafür zeigte der Rathaus-Chef Verständnis, wies aber darauf hin, dass die Bauernhäuser im Ortskern ähnliche Maße hätten.

Groß ist auch das Neubaugebiet an der Waxensteinstraße, wo Erschließungsmaßnahmen laufen. Eine Lösung wurde mittlerweile für den Aushub gefunden. Alles, was dort anfällt, kann laut Scheuerer in der Kiesgrube Gstaig bei Großweil deponiert werden. Nicht nur in Ohlstadt gibt es Probleme wegen der natürlichen Belastung des Bodens. Aushub muss beprobt und gegebenenfalls teuer entsorgt werden (wir berichteten). „Ein Schlamassel“, wie es der Rathauschef nannte.

Weniger Probleme macht die Schwimmbadsanierung. Kommende Woche soll der Vorplatz gepflastert werden. Für Sonntag, 20. Mai, ist die Eröffnung geplant. Für die Gäste steht heuer ein mobiler Kiosk zur Verfügung. Insgesamt schlägt die Bad-Renovierung in 2018 mit 740 000 Euro zu Buche. Alles in allem verschlingen die diversen Baumaßnahmen der Kommune in diesem Jahr 4,6 Millionen Euro. „Das ist ein sportliches Programm“, räumte Kämmerer Gratz ein. 3,4 Millionen Euro will man den Rücklagen entnehmen. Um Prozesse zu beschleunigen, wird personell aufgestockt. Die Verwaltungsgemeinschaft Ohlstadt stellt eine Bautechnikerin ein. Im Juli tritt sie ihren Job an. Da keine Anfragen eingingen, gab Scheuerer noch einen Sachstand zu mehreren Projekten. Zum Beispiel zum geplanten Feneberg-Markt. Der Investor, die Konzeptbau GmbH, habe noch kein Unternehmen gefunden, das das Gebäude hinstellt. Gleichwohl soll der Rohbau bis August stehen. Dieser Termin sei ihm genannt worden, sagte Scheuerer.

Roland Lory

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