Gehört der Gemeinde: die ehemalige Wetzstoa-Wirtschaft im Ortszentrum.
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Gehört der Gemeinde: die ehemalige Wetzstoa-Wirtschaft im Ortszentrum.

Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben

Gesucht: Die möglichst perfekte Lösung für die ehemalige Wetzstoa-Wirtschaft

  • Roland Lory
    vonRoland Lory
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Seit rund drei Jahren gehört die ehemalige Wetzstoa-Wirtschaft der Gemeinde Ohlstadt. Was damit passiert, steht aktuell noch nicht fest. Klarheit soll heuer eine Machbarkeitsstudie bringen.

  • Ein Büro erstellt heuer eine Machbarkeitsstudie für die ehemalige Wetzstoa-Wirtschaft in Ohlstadt.
  • Die Expertise soll unter anderem aufzeigen, ob eine Sanierung Sinn macht.
  • Die Gemeinde Ohlstadt will nichts übers Knie brechen.

Ohlstadt – Die Ohlstadter Volksvertreter wollen sich Zeit lassen in Sachen frühere Wetzstoa-Wirtschaft. „Ein Schnellschuss wäre der absolute falsche Weg“, sagt Vizebürgermeister Franz Gaisreiter (CSU/Dorfgemeinschaft). So sieht es auch Rathauschef Christian Scheuerer (parteifrei): „Wir werden nichts übers Knie brechen.“

Sanierung oder Abriss?

Rückblende: Im April 2018 beschloss der Gemeinderat, die wuchtige Immobilie, die gleich neben dem Rathaus steht, zu erwerben. Die Mandatsträger gingen bereits in Klausur, um über die weitere Verwendung zu debattieren. Auch die Bürger wurden eingebunden. Das Gebäude ist zweigeteilt. Vorne befindet sich der Wohnteil, hinten der ehemalige Stall. Eine Idee, die im Raum steht, ist vorne eine Art Bürgerhaus zu realisieren und hinten eine Pflegeeinrichtung für Senioren. Doch wenn man sich mit Gemeinderäten unterhält, kristallisiert sich heraus, dass das alles unausgegoren ist. Klarheit erhoffen sie sich durch eine Machbarkeitsstudie. Diese hat die Gemeinde bereits in Auftrag gegeben. Die Expertise soll auch eine Aussage dazu treffen, in welchem Zustand die Immobilie ist, ob eine Sanierung wirtschaftlich ist oder ob das Haus abgerissen werden muss. Scheuerer denkt, dass die Ergebnisse vor der Sommerpause vorliegen. „Vieles steht und fällt mit der Machbarkeitsstudie“, sagt Richard Frombeck, Fraktionssprecher der CSU/Dorfgemeinschaft. Man müsse abwarten, was aus dem Gebäude herauszuholen sei. „Es gibt viele ungelegte Eier.“ Im gleichen Sinn äußert sich auch Thomas Guggemoos (NLO): „Es gibt noch einiges an Gesprächsbedarf.“

Der richtige Platz für eine Senioreneinrichtung?

Etwa zu der Frage, ob das Gebäude der ideale Platz ist für eine Seniorenpflegeeinrichtung oder ob man eine solche doch woanders errichtet. Man bräuchte auch einen Betreiber, der das übernehmen kann. Mehrere wurden bereits im Gemeinderat vorstellig. Guggemoos fragt sich, welcher Einheimische sich einen Pflegeplatz für 2500 Euro aufwärts leisten kann.

Kettl: Auf Fakten warten

Dritter Bürgermeister Jürgen Kettl (BVO) warnt davor, irgendetwas als gegeben hinzunehmen. Er empfiehlt zu „warten, bis Fakten und gesicherte Aussagen vorliegen“. Die Gemeinde sei „gut beraten, alles ordnungsgemäß und sauber abzuarbeiten, damit wir keinen Fehler machen“. Auch Scheuerer sagt: „Das muss hundertprozentig passen.“ Der Anspruch müsse sein, die möglichst perfekte Lösung zu finden.

Scheuerer: Nicht auf die lange Bank schieben

Die Gemeinderäte wollen sich zwar bei diesem Millionenprojekt mit einer Entscheidung Zeit nehmen. Doch auch nicht ewig. „Wir haben nicht vor, das auf die lange Bank zu schieben“, unterstreicht Scheuerer. So sieht es auch Vizebürgermeister Gaisreiter: „Es ist nicht unser Ziel, das brachliegen zu lassen.“

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