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Nicht genehmigt: diese Lagerhalle im Bereich des Hörnlewegs in Ohlstadt.

Lagerraum im Außenbereich

Hängepartie um Schwarzbau geht weiter

Was geschieht mit dem Schwarzbau des Ohlstädter BVO-Gemeinderats Simon Sagmeister? Diese Frage beschäftigt nach wie vor die Kommune und das Landratsamt.

Ohlstadt – Es ist ein heißes Eisen – und eine Lösung zieht sich in die Länge: Bereits vor mehr als fünf Jahren stellte das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen in Ohlstadt einen Schwarzbau fest. Er steht am Hörnleweg und gehört BVO-Gemeinderat und Kfz-Meister Simon Sagmeister. Es handelt sich um einen Lagerraum, der im Außenbereich liegt und nicht genehmigt ist. Doch ob Sagmeister ihn entfernen muss, ist auch heute noch unklar. „Das Landratsamt wird die Frage nach der Beseitigung des Gebäudes wieder aufgreifen, wenn sich im Laufe dieses Jahres keine konkrete Lösung des Problems über eine gemeindliche Bauleitplanung abzeichnen sollte“, sagt Stephan Scharf, Sprecher der Kreisbehörde.

Die Gemeinde verhandelt derzeit noch mit den Eigentümern solcher Grundstücke, die außerhalb des Bebauungsplanes „Nordöstlich des Breitenweges“ liegen. „Es geht um die Frage, ob und welche Grundstücke in diesen Bebauungsplan einbezogen oder sogar eigens überplant werden könnten“, erläutert Scharf.

Bürgermeister Christian Scheuerer (parteifrei) bestätigt die Verhandlungen. „In unmittelbarer Nähe gibt es einen Bauwunsch von Privatleuten.“ Die Gemeinde versuche eine Gesamtlösung zu finden, „was nicht zwingend heißt, dass das Gebäude von Herrn Sagmeister stehen bleiben kann“. In dem Gebiet sind zwei verschiedene Bebauungspläne vorhanden, womit ein Konflikt zwischen Gewerbe und Wohnen einhergeht. Der Gemeinderat hatte es bereits vor ein paar Jahren abgelehnt, das Regelwerk „Nordöstlich des Breitenwegs“ zu erweitern. Den Bebauungsplan nur wegen Sagmeisters Problem zu modifizieren, wäre aus Scheuerers Sicht eine „Gefälligkeitsplanung“, und das wolle die Kommune nicht.

Der Kfz-Meister hat schon vor Längerem einen Antrag bei der Gemeinde eingereicht. Dieser sieht einen Abriss des Schwarzbaus und den Neubau einer 12 mal 14 Meter großen Wasch- und TÜV-Prüfhalle vor. „Das liegt bei Herrn Scheuerer“, teilt Sagmeister mit. „Mehr weiß ich nicht.“ Der Rathauschef sagt, dass „ernsthafte Verhandlungen“ laufen. Er zeigt sich zuversichtlich, dass heuer die Bauleitplanung auf den Weg gebracht werden kann. Was Scheuerer auch betont: „Das Landratsamt hat festgestellt, das ist ein Schwarzbau.“ Die Kreisbehörde sei auch für eine etwaige Beseitigungsanordnung zuständig. Klar ist: Sagmeister hat keinen Rechtsanspruch gegen die Kommune, dass der Bebauungsplan erweitert oder ein neuer aufgestellt wird. „Diese Entscheidung liegt allein in der Hand der Gemeinde als Trägerin der Planungshoheit“, verdeutlicht Scharf.

Roland Lory

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