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Nicht genehmigt: der Lagerraum am Hörnleweg. 

Nicht genehmigter Lagerraum steht  immer noch

Hickhack um Ohlstädter Schwarzbau geht weiter

Seit rund sieben Jahren ist den Behörden bekannt, dass der Ohlstädter Gemeinderat Simon Sagmeister (BVO) einen Schwarzbau errichtet hat. Doch der Lagerraum steht noch immer. Möglicherweise tut sich heuer etwas in der heiklen Angelegenheit.

Ohlstadt – Ins Detail will Ohlstadts Rathauschef Christian Scheuerer (parteifrei) nicht gehen. Schließlich geht es um Grundstücksangelegenheiten. Und die werden in der Regel nichtöffentlich behandelt. Scheuerer kann aber so viel sagen: „Die Gemeinde wird den Bebauungsplan ,Nordöstlich des Breitenwegs‘ erweitern und ändern.“ Das Gebiet werde auch um Wohnbauflächen ergänzt. Bisher ist es teils Gewerbe- und teils Mischgebiet. Ende Januar finde ein Notartermin statt. „Wenn der Notarvertrag unterschrieben ist, fahren wir mit dem Bebauungsplanverfahren fort. Wir sind auf einem sehr guten Weg, eine vernünftige Lösung herbeizuführen.“ Das anvisierte Regelwerk „führt aber zu keiner Legalisierung des Schwarzbaus“ von Ratsmitglied und Kfz-Meister Simon Sagmeister, betont Bürgermeister Scheuerer.

Die Debatte zieht sich schon seit einigen Jahren. Der besagte Bau steht am Hörnleweg. Es handelt sich um einen Lagerraum, der im Außenbereich liegt und nicht genehmigt ist. Das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen verbot Sagmeister bereits 2012 die Nutzung über den 31. Dezember 2012 hinaus. Die Kreisbehörde hatte den Schwarzbau bei einer Überprüfung vor Ort festgestellt.

Sagmeister will sich derzeit nicht äußern. 2013 hatte er eingeräumt, einen Fehler gemacht zu haben, ging aber gleich in die Offensive. Er vermutete damals, dass man ihm eine „reinwürgen“ will.

Was mit dem Gebäude passiert, wenn der Bebauungsplan in trockenen Tüchern ist, ist weiterhin unklar. Scheuerer unterstreicht: „Verantwortlich für eine eventuelle Beseitigungsanordnung ist das Landratsamt.“

Eigentlich war damit zu rechnen gewesen, dass die Kreisbehörde 2018 aktiv wird. „Die Beseitigung des Gebäudes wurde im Laufe des Jahres 2018 nicht aufgegriffen, da sich weiter die Möglichkeit einer gemeindlichen Bauleitplanung abzeichnet“, sagt dazu Sprecher Stephan Scharf. Er bittet „noch einmal um Verständnis, dass wir zum Stand der Verhandlungen zwischen der Gemeinde und den Grundeigentümern sowie zum Stand eines möglichen Bebauungsplanentwurfes keine näheren Einzelheiten mitteilen können“. Denn die Bauleitplanung liege in der alleinigen Planungshoheit der Kommune.

Roland Lory

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